Sport

Fußball-WM 2002 ARD und ZDF drücken Daumen

Vor den WM-Relegationsspielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Ukraine hat bei den Verantwortlichen von ARD und ZDF das große Zittern begonnen. Sollte dem Völler-Team der Sprung zur WM misslingen, drohen den TV-Sendern bei der Weltmeisterschaft 2002 ein teurer Quoten-Flop.

Auch im Falle des Scheiterns des DFB-Teams müssen ARD und ZDF den kompletten Rechtepreis von 225 Millionen Mark an die Kirch-Gruppe zahlen. Dafür gibt es 25 WM-Spiele live von insgesamt 64. In dem zwischen der Kirch-Gruppe und den öffentlich-rechtlichen ausgehandelten Vertrag fehlt eine entsprechende Klausel, dass sich der Kaufpreis reduziert, wenn Deutschland nicht zur WM fährt.

Zu einem Zeitpunkt, als die deutsche Mannschaft in der WM-Qualifikationsgruppe 9 klar führte, dachte offensichtlich niemand an ein Scheitern - obwohl die Engländer weniger Spiele bestritten hatten.

Die Rechtslage scheint indes unstrittig. "Wir haben einen Vertrag geschlossen, unabhängig von den Teams, die teilnehmen ", heißt es bei der Kirch-Gruppe klipp und klar.

Gemeinsam mit ARD und ZDF jedoch dürften auch viele im Hause Kirch dem deutschen Team die Daumen drücken - aus wirtschaftlichen Gründen. Denn auch die abendliche WM-Zusammenfassung des Kirch-Senders SAT.1 um 21.15 Uhr und die Live-Übertragungen aller WM-Spiele im Kirch-Sender Premiere World werden ohne Berichte von der deutschen Mannschaft nicht attraktiver.

Quelle: n-tv.de