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England lehnt dankend ab Abschied ohne Bomber

Mit einer pompösen Abschiedsparty in der Villa von Kapitän David Beckham nördlich von London wurde die englische Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag zur WM nach Deutschland verabschiedet. Höhepunkt der Feier für die 23 Kicker, deren Frauen und Freundinen sowie zahlreiche weitere Stars sollte eine Flugeinlage von drei Bombern aus dem Zweiten Weltkrieg sein, doch Beckham sagte die Show kurzfristig ab.

"Das schien der Royal Air Force RAF ein passender Weg, um dem englischen WM-Kader zu zeigen, dass wir unser Team unterstützen", sagte ein Sprecher der RAF, "aber sie haben entschieden, dass sie es nicht wollten." Die drei Flugzeuge, eine Spitfire, eine Hurricane und eine Lancaster sollten ursprünglich von einer nahen Flugshow aus einen kurzen Abstecher über das Festgelände machen.

Bereits im Vorfeld hatte es an der Aktion Kritik gegeben. "All das Geld, das die Beckhams verschleudern, wäre besser im Amateurfußball aufgehoben", sagte Ash Connor, Mitglied der britischen Fan-Vereinigung Football Supporters' Federation.

Connor nannte die Flugshow zudem "obszön" und ergänzte, die Truppe aus dem Mutterland des Fußballs hätte "lieber trainieren sollen", als sich auf der von Beckhams Frau Victoria organisierten Fete zu tummeln.

Der Weltmeister von 1966 bezieht am 5. Juni im Schlosshotel Bühlerhöhe bei Baden-Baden Quartier und bestreitet seine erste Partie in der WM-Vorrundengruppe B am 10. Juni in Frankfurt/Main gegen Paraguay. Fünf Tage später ist in Nürnberg Trinidad und Tobago Gegner der "Three Lions", am 20. Juni trifft die Mannschaft von Teammanager Sven-Göran Eriksson in Köln auf Schweden.

Quelle: ntv.de