Sport

Neue Vorwürfe gegen Radstar Armstrong soll Sieg gekauft haben

3285EE001AB7786C.jpg5944824590870607431.jpg

Noch schlimmer? Lance Armstrong gilt schon jetzt als einer der größten Betrüger in der Sportgeschichte.

(Foto: AP)

Er hat wegen Dopings alle Titel verloren und führt Prozesse um Siegprämien und Sponsorengelder. Möglicherweise kam Lance Armstrong aber weit früher vom rechten Weg ab. Diesen Schluss lassen Vorwürfe eines italienischen Radprofis zu.

Gegen den wegen Dopings tief gefallenen US-Radstar Lance Armstrong sind nun auch Manipulationsvorwürfe aufgekommen. Der italienische Fahrer Roberto Gaggioli behauptete in der Tageszeitung "Corriere della Sera", dass der Kalifornier in der Frühphase seiner Karriere einen Sieg gekauft habe.

Demnach soll Armstrong 1993 dem heute 51-Jährigen Gaggioli 100.000 Dollar gegeben haben. Dafür sollte Gaggioli ihm beim US-Profirennen Core-States-Race in Philadelphia den Sieg überlassen und damit den Gewinn von einer Million Dollar Bonus für den Gesamterfolg einer dreiteiligen Rennserie ermöglichen. Die Geldübergabe gestaltete Armstrong laut Gaggioli sehr originell: "Er hat mir einen Weihnachtskuchen geschenkt, im Karton lagen die 100.000 Dollar in kleinen Scheinen." Armstrong startete zu diesem Zeitpunkt für Motorola. Gaggiolis Radstall Coors Light soll dem Deal zugestimmt haben.

Zwei Runden vor dem Ende waren Armstrong und Gaggioli in einer Ausreißergruppe an die Spitze gefahren, der Italiener ließ den US-Star danach ohne Gegenwehr ziehen. Laut Corriere della Sera sollen auch andere Fahrer aus der Gruppe bestochen gewesen sein. "Er hat uns bei der Lombardei-Rundfahrt 50 Millionen Lire gegeben", zitierte das Blatt den italienischen Ex-Profi Roberto Pelliconi. Armstrong hatte nach jahrelangen Gerüchten im Januar zugegeben, gedopt gewesen zu sein. Er wurde im vergangenen Jahr lebenslang gesperrt, alle Tour-Siege wurden ihm aberkannt.

Quelle: n-tv.de, sba/sid

Mehr zum Thema