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Leichtathletik Baumann schlägt eigene Nominierung vor

Dieter Baumann gibt nicht auf. Einen Tag, nachdem seine Gegner vom Dortmunder DM-Finale durch den Weltverband IAAF mit sofortiger Wirkung für unbestimmte Zeit gesperrt wurden, schlug sich der 5.000-m-Olympiasieger von 1992 in einem Fax an den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) selbst zur Nominierung für die Hallen-WM am zweiten März-Wochenende in Lissabon vor.

Baumann, der als 3.000-m-Sieger des Dortmunder DM-Rennens in 7:47,29 Minuten die WM-Norm (7:48) knapp unterboten hatte, steht bisher nicht auf der Liste jener 20 Athleten, die der Verband für die Hallen-WM benannt hat.

Laut Ehefrau und Trainerin Isabelle Baumann war der Lissabon-Start nicht geplant. Doch Baumann hatte nach dem Dortmunder Rennen erklärt, er wolle über diese Entscheidung noch eine Nacht schlafen.

DLV-Sportwart Rüdiger Nickel erklärte zu Baumanns "Selbst-Nominierung", ein solcher Weg sei unüblich. Ein Nominierungsvorschlag, auch der für die Disziplin zuständigen Disziplintrainerin, habe zur Nominierungssitzung am Sonntag nicht vorgelegen. Dennoch seien die Voraussetzungen für diesen Schritt geprüft worden. Neben dem Erreichen der Nominierungsleistung sei das Vorhandensein eines internationalen Startrechts nötig. Diese Voraussetzung habe Baumann jedoch nicht erfüllt.

Unter Bezug auf die Nominierungsrichtlinien sowie die durch die IAAF bestehende Sperre habe Nickel den Athleten auch auf den eigenen Antrag hin nicht nominieren können. Istvan Gyulai, Generalskretär des Weltverbandes IAAF, hat für den Fall, dass Baumann doch noch ins deutsche Team stößt, bereits geäußert, kein Gericht der Welt könne die IAAF zwingen, Baumann bei der Hallen-WM starten zu lassen.

Quelle: n-tv.de

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