Sport

Champions League Bayern gegen Reduzierung

Gegen eine Verkleinerung der Champions League haben sich mehrere Vertreter des Titelverteidigers und deutschen Rekordmeisters Bayern München ausgesprochen. In den vergangenen Tagen waren Pläne der Europäischen Fußball-Union (UEFA) bekannt geworden, nach denen künftig statt 32 nur noch 24 Vereine in der Königsklasse spielen sollen. Die "großen" Fußball-Nationen wie England, Deutschland, Italien und Spanien sollen dann nur noch zwei Startplätze (bislang drei oder vier) erhalten.

Münchens Vize-Präsident Karl-Heinz Rummenigge spricht deutliche Worte. "Der Vierte aus England und Spanien und der Dritte aus Deutschland sind immer noch besser als der Erste aus Russland und Schweden." Eine Qualitätsverbesserung wäre durch die geplante Umstellung nach Meinung von Rummenigge nicht erreicht werden.

Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld sieht das ähnlich. "Der Gedanke einer Reduzierung der Spiele ist richtig, aber nicht eine Reduzierung der Anzahl der Mannschaften", begründete der Coach seine Ansicht.

Von Seiten der UEFA wurden die Absichten bestätigt. "Wir analysieren die Möglichkeit eines Verzichts auf die zweite Gruppenphase", so Generaldirektor Gerhard Aigner. Allerdings wies er auch auf finanzielle Auswirkungen hin.

Am 12. und 13. Dezember wird die Europäische Fußball-Union über die Zukunft der Champions League und den neuen Vermarkter entscheiden. Zur Diskussion steht die Variante von vier Gruppen mit sechs Mannschaften. Jedes Team hätte in der Vorrunde zehn Spiele. Rechnet man Viertel- und Halbfinale sowie ein Endspiel hinzu, so wäre der neue Champion wäre nach 15 Spielen gefunden.

In diesem Modus sieht Rummenigge jedoch einen erheblichen Spannungsverlust. "Bei zehn Gruppenspielen besteht die Gefahr, dass in einer Sechser-Gruppe, in der nur die ersten beiden weiter kommen, nach sieben oder acht von zehn Spielen das meiste schon entschieden ist", wandte sich Rummenigge gegen eine Reform.

Quelle: ntv.de