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CL-Finale und Podolski Bayern setzen sich Ziele

Felix Magath strebt mit Bayern München in der kommenden Saison neben einer Wiederholung des "Doubles" ein besseres Abschneiden auf der internationalen Bühne an. "Wir wollen in der Champions League nicht nur ins Viertelfinale kommen. Das Finale ist das Ziel", verkündete der 51-jährige Trainer beim Trainingsauftakt des deutschen Meisters und Pokalsiegers.

Extrem problematisch gestaltet sich jedoch die Vorbereitung. Erst 16 Tage vor dem Bundesliga-Eröffnungsspiel am 5. August in der neuen Allianz Arena gegen Borussia Mönchengladbach wird Magath seinen Kader komplett beisammen haben. Bis zum 20. Juli gewährte er den sieben Confederations-Cup-Teilnehmern Oliver Kahn, Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger, Sebastian Deisler, Lucio, Z Roberto und Martin Demichelis drei Wochen Sonderurlaub. Alle sieben werden erst während des zweiten Trainingslagers in Bonn in die Vorbereitung einsteigen, die am Samstag mit nicht einmal der Hälfte der 24 Profis begann.

"Spieler verdienen es, etwas zu tun"

"Die Nachzügler können zu Saisonbeginn nicht im besten Zustand sein. Das wird die Mannschaftsleistung beeinflussen. Ein, zwei kann man mit durchschleppen, sieben nicht", kommentierte Magath. Als zusätzliche Belastung kommt in der Woche vor dem Saisonstart eine Japan-Reise mit zwei Privatspielen in Tokio hinzu. Die Strapazen würden jedoch mit einer nicht unerheblichen Einnahme von immerhin zwei Mio. Euro honoriert, wie Manager Uli Hoeneß betonte.

Beim Start waren auch nur zwei der drei Neuzugänge dabei. Der Franzose Valerien Ismael, der im Tauschgeschäft mit Torsten Frings von Werder Bremen kam, und der ablösefrei aus Dubai verpflichtete Iraner Ali Karimi machten bei teilweise heftigem Regen erste Bekanntschaft mit Magaths Trainingsmethoden. Der vom VfB Stuttgart zurückgekehrte Nationalspieler Philipp Lahm fällt dagegen mit einem Kreuzbandriss noch mehrere Monate aus.

Richtig anstrengend wird es für die Spieler von Sonntag an beim ersten Trainingslager in Rottach-Egern. Dort könnte den Spielern wie im Vorjahr unter anderem ein Ausdauerlauf auf den 1.722 Meter hohen Wallberg blühen. "Nach so einem langen Urlaub haben es die Spieler verdient, dass sie wieder etwas tun dürfen. Die Vorbereitungszeit ist kürzer als letztes Jahr, trotzdem müssen wir das Pensum schaffen", kündigte Magath für die Woche am Tegernsee harte Konditionsarbeit an.

Podolski im Visier

Die Club-Führung mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Manager Hoeneß muss in den kommenden Monaten vor allem wichtige Personalfragen lösen. 2006 laufen unter anderem die Verträge der Top-Verdiener Ballack, Kahn und Deisler aus. Mit Ballacks Berater Michael Becker gibt es bereits Gespräche. "Die gehen so lange weiter, bis sich Lösungen zeigen", berichtete Hoeneß. Ausgelotet werden müsse vor allem, "wo die finanzielle Schmerzgrenze liegt".

Spätestens zu Beginn des kommenden Jahres wollen die Münchner die Personalie Lukas Podolski konkret in Angriff nehmen. Der 20 Jahre alte Nationalstürmer soll nach der Weltmeisterschaft gegen eine Millionen-Ablöse aus seinem Vertrag herausgekauft werden. "Es wird sehr schwer sein für den 1. FC Köln, Podolski zu halten", erklärte Hoeneß. Die Bayern gehen wieder auf Beutezug - und jagen auch in der kommenden Saison nicht nur nach weiteren Titeln.

Quelle: ntv.de