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"Es fühlt sich eckig an" Biathletinnen warten weiter aufs Podest

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Drei Schießfehler waren zu viel: Franziska Preuß belegte als beste Deutsche Rang zwölf.

(Foto: imago images/Bildbyran)

Nach den Männern am Vortag enttäuschen auch die deutschen Biathletinnen und schaffen es nicht in die Top Ten. Franziska Preuß hält lange gut mit, bekommt dann aber drei Strafminuten aufgebrummt und wird nur Zwölfte. Eine Französin siegt, Weltmeisterin Denise Herrmann folgt auf Rang 18.

Das deutsche Biathlon-Team wartet in den Einzelrennen weiter auf die erste Podestplatzierung des Winters. Auch die erfolgsverwöhnten DSV-Frauen blieben im schwedischen Östersund über 15 Kilometer beim Sieg von Justine Braisaz (Frankreich) hinter den Erwartungen zurück und verfehlten nach durchwachsenen Schießleistungen die ersten drei Plätze deutlich.

Franziska Preuß (Haag) war auf Rang zwölf noch beste Skijägerin des Deutschen Skiverbandes (DSV). Verfolgungs-Weltmeisterin Denise Herrmann (Oberwiesenthal) musste sich bei schwierigen Windverhältnissen mit dem 18. Platz begnügen. Schon die Männer hatten im Einzel über 20 Kilometer am Mittwoch enttäuscht. Braisaz holte sich den zweiten Weltcupsieg ihrer Karriere nach zwei Schießfehlern in 42:35,1 Minuten vor Julija Dschyma aus der Ukraine (0/11,1 Sekunden zurück) und ihrer Teamkollegin Julia Simon (2/17,7).

"Es wäre mehr möglich gewesen"

Preuß, die im Sprint als Vierte schon beste Deutsche gewesen war, hatte mit drei Schießfehlern 2:00,2 Minuten Rückstand. "Bei drei Fehlern kann man im Einzel nicht mehr erwarten. Es wäre mehr möglich gewesen", sagte sie. Herrmann leistete sich vier Fehler (2:30,4) und zeigt sich anschließend unzufrieden: "Ich habe mich beim Laufen sehr schwer getan. Und vier Fehler beim Schießen sind einfach zu viel." Vanessa Hinz (Schliersee), Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld), Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld) und Anna Weidel (Kiefersfelden) verpassten die Top-25. "Es passt noch nicht richtig zusammen. Es fühlt sich eckig an", sagte Hildebrand nach dem Rennen.

Am Samstag (17.30 Uhr) geht es mit der Staffel der Männer über 4 x 7,5 Kilometer weiter. Ob Olympiasieger Arnd Peiffer nach seinem Sturz am Mittwoch dabei sein kann, wird am Freitag gemeinsam mit den Trainern entschieden, nachdem die Ärztin des DSV leichte Entwarnung hatte geben können. Der 32-Jährige hatte sich im Einzel eine Platzwunde am Kopf und mehrere Prellungen zugezogen. Außerdem brach sein Gewehr in zwei Teile. Die Frauen schließen den Weltcup in Östersund am Sonntag (15.30 Uhr/jeweils ZDF und Eurosport) über 4 x 6 Kilometer ab. Am 13. Dezember startet in Hochfilzen/Österreich der zweite Weltcup des Winters mit den Sprintrennen.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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