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1. Fußball-Bundesliga Cottbus schafft keinen Heimsieg gegen Wolfsburg

Ohne einen einzigen Deutschen hat Energie Cottbus im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga auch kein einziges Tor geschossen. Die als erstes Team in der 38-jährigen Bundesliga-Geschichte ohne einheimische Profis spielenden Lausitzer kamen in einer Partie auf äußerst mäßigem Niveau nicht über ein 0:0 gegen den VfL Wolfsburg hinaus und weisen nur einen mageren Vorsprung von einem Punkt auf einen Abstiegsrang auf.

Da Trainer Geyer seine stärkste Elf aufbot, bleibt es jedoch äußerst zweifelhaft, ob der Cottbuser Mannschaft ein Tor gelungen wäre, wenn der Coach einen deutschen Spieler mit auf den Rasen geschickt hätte.

Die Gäste aus Niedersachsen, die durch den Punktgewinn die magische 40-Punkte-Marke erreichten und damit nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben dürften, verpassten den vierten Auswärtssieg der Saison und den Anschluss an die Uefa-Cup-Plätze.

Bundesliga-Geschichte schrieb Energie-Coach Eduard Geyer vor 15.019 Zuschauern bereits vor dem Anpfiff, indem er elf ausländische Profis für die Anfangsformation nominierte. Im Trikot der Lausitzer liefen Spieler aus insgesamt acht Nationen und von drei Kontinenten auf.

Nach der herben Kritik bei der 0:1-Blamage gegen den VfL Bochum starteten die Gastgeber hoch motiviert. Gute Torchancen blieben jedoch gegen die dicht gestaffelte Deckung der „Wölfe" Mangelware. Selbst Regisseur Vasile Miriuta, der zumeist die wenigen guten Angriffsszenen einleitete, agierte trotz großer Laufarbeit weitgehend einfallslos. Die einzigen hochkarätigen Möglichkeiten vor der Pause durch Antun Labak (6.) und Janos Matyus (23.) machte der reaktionsschnelle VfL-Keeper Claus Reitmaier zunichte.

Die Wolfsburger, bei denen Trainer Wolfgang Wolf seine Torjäger Jonathan Akpoborie und Andrzej Juskowiak zunächst auf die Bank setzte, taten sich im Spielaufbau äußerst schwer. „Wir waren viel zu unentschlossen und unkonzentriert. Außerdem war kein Flügelspiel zu erkennen", klagte Wolf zur Pause.

Aber auch nach dem Wechsel gehörten die besseren Einschussmöglichkeiten den Gastgebern. In der 61. Minute scheiterte Labak zweimal aus kurzer Distanz, keine 60 Sekunden später schob Laurentiu Aurelian Reghecampf freistehend den Ball aus gut sieben Metern am linken Pfosten vorbei.

Quelle: n-tv.de