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Nun wartet der Weltmeister DHB-Team im Halbfinale

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat durch ein 31:31 (15:16) gegen das Team aus Jugoslawien das Halbfinale der WM in Portugal erreicht. Damit konnten die Männer von Trainer Heiner Brand gleichzeitig das Ticket für Olympia 2004 in Athen lösen.

Deutschland trifft im Semifinale nun auf keinen Geringeren als Weltmeister Frankreich. In der Neuauflage des WM-Finales von vor zwei Jahren schlugen die Franzosen in Espinho Europameister Schweden mit 30:24 (15:11). Das andere Halbfinale bestreiten Kroatien und Spanien.

In einem Handball-Krimi kämpfte sich die DHB-Mannschaft zum zweiten Mal nach 1995 ins Halbfinale einer Weltmeisterschaft. Mit seinem dritten Treffer knapp drei Minuten vor Schluss zum 31:29 sorgte der Magdeburger Stefan Kretzschmar für die Entscheidung.

Vor wiederum nur rund 800 Zuschauern waren Deutschlands "Handballer des Jahres" und Kapitän Markus Baur (Lemgo/8/5) beste Torschützen.

Bei den Jugoslawen überragte Torhüter Arpad Sterbik. Beste Werfer für die Handballer vom Balkan waren Nedeljko Jovanovic (9/2) und der beim SC Magdeburg spielende Nenad Perunicic (6); beide besitzen seit zweieinhalb Jahren bzw. knapp fünf Monaten auch die deutsche Staatsbürgerschaft.

"Man kennt die Spieler. Das sind absolute Top-Stars. Die sind in der Lage, jedes Spiel zu gewinnen, wenn es in der Mannschaft läuft. Es ist eine exzellente Mannschaft", anerkannte Brand.

Ein ums andere Mal kaufte Jugoslawiens Torhüter Arpad Sterbik, der zusammen mit Dejan Peric das beste Keeper-Duo der WM bildet, den deutschen Angreifern den Schneid ab. 53,6 Prozent aller Würfe parierte er. So musste die deutsche Mannschaft nach anfänglicher souveräner Führung (5:1) in der 18. Minute das 9:9 hinnehmen. Vier Minuten später folgte beim 10:11 der erste Rückstand.

In dem ausgeglichenen Spiel wechselte ständig die Führung. Dabei machte das DHB-Team in Überzahl eine unglückliche Figur und kassierte drei Tore. Zudem lief das schnelle Spiel der Deutschen nicht wie gewünscht, so dass das Brand-Team mit 15:16 erstmals bei dieser WM mit einem Rückstand in die Kabine ging.

Nach Wiederanpfiff lag die DHB-Auswahl mit 16:18 (34.) zurück, machte daraus aber dank dreier erfolgreicher Konter eine 19:18- Führung (38.). Immer wieder kassierten die Deutschen Treffer durch Tempogegenstöße der Jugoslawen, weil ihre Torwürfe nicht in Sterbiks Kasten landeten. Letztlich durften sie sich dann aber über das Remis freuen.

Quelle: ntv.de