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Auslosung zur Fußball-WM Deutschland ist gesetzt

Trotz aktueller Formschwäche ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea gesetzt worden. Der Weltverband Fifa hat diese Entscheidung nach einer Sitzung des Organisationskomitees im koreanischen Pusan bekannt gegeben. Das bedeutet, dass die Elf von Rudi Völler in der Vorrunde noch keiner der momentanen "Fußball-Supermächte" begegnet.

Das 30-köpfige WM-Organisationskomitee würdigte damit die historischen Erfolge des dreimaligen Weltmeisters Deutschland. Im Vorfeld der Tagung wurde viel über den Modus der Vergabe der acht Setzplätze diskutiert. Auch der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Gerhard Mayer-Vorfelder, hatte sich dafür ausgesprochen, neben dem aktuellen Leistungsstand frühere WM-Resultate zu berücksichtigen.

DFB-Teamchef Rudi Völler fiel ein Stein vom Herzen: "Gott sei Dank ist es so gekommen. Wenn man gesetzt wird, hat das schon seine Vorteile", kommentierte der 41-Jährige. Er hält die Entscheidung auch für gerechtfertigt, auch wenn sein Team nur mit Ach und Krach die Qualifikation über die Relegationsrunde geschafft hat.

Allerdings droht der deutschen Mannschaft auch wieder eine Auslosung mit Angstgegner England in eine Gruppe. Das Mutterland des Fußballs ging bei der Vergabe der Setzplätze leer aus. Die englischen Kicker hatten durch den 5:1-Sieg in München der Völler-Truppe die Direktqualifikation vor der Nase weggeschnappt.

Als weitere Gruppenköpfe wurden Titelverteidiger Frankreich, die Gastgeber Japan und Südkorea sowie Rekord-Weltmeister Brasilien, Italien, Argentinien und Spanien gesetzt. Alle verbleibenden elf europäische Mannschaften sollen so aufgeteilt werden, dass nicht mehr als zwei in der ersten Runde aufeinander treffen. Die südamerikanischen Teams werden auf beide Gastgeberländer verteilt.

Die Auslosung der acht Vorrundengruppen findet am Samstag, dem 1. Dezember (11.00 Uhr MEZ/live im ZDF), statt. Dann entscheidet sich auch, in welchem der beiden Gastgeberländer die 32 Teilnehmer ihre ersten Spiele austragen werden.

Quelle: n-tv.de