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"Favoritenschreck" FCS Duisburg verliert hoch

Karneval in Kölle, Katerstimmung in Duisburg: Mit mit einem brillanten Tore-Feuerwerk hat der 1. FC Köln am 19. Spieltag die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga gestürmt und sich bei den Aufstiegs-Rivalen mächtigen Respekt verschafft.

Der MSV Duisburg wurde mit der Vorlage aus Köln nicht fertig und fiel nach dem 1:4-Debakel am Sonntag beim 1. FC Saarbrücken hinter der SpVgg Greuther Fürth (3:1 gegen Unterhaching) auf Platz drei zurück.

Die Saarländer, die im Ludwigspark schon Köln, Frankfurt und 1860 München geschlagen hatten, wurden ihrem Ruf als "Favoritenschreck" eindrucksvoll gerecht. Nach Toren von Aimen Demai und Henrik Bencik (beide 2) beendeten sie die Erfolgsserie der zuvor elf Spiele unbesiegten "Zebras" und verbesserten sich auf Rang fünf. Bei Fürths viertem Heimsieg in Serie trafen Roberto Hilpert, Olivier Caillas und Markus Feinbier gegen die wieder in akute Abstiegsnot geratene SpVgg Unterhaching.

Einen empfindlichen Rückschlag erlitten die Verfolger aus Aachen und Frankfurt. Die Alemannia unterlag durch die Tore Zjelko Sopic (28./Foulelfmeter) und Daniel Felgenhauer (69.) mit 0:2 gegen LR Ahlen und beklagte einen verschossenen Foulelfmeter von Kai Michalke (61.) und den Platzverweis von Alexander Klitzpera (74.).

Die zuvor in sieben Partien ungesiegte Eintracht verlor nach Toren von Ivan Saenko (36.), Ioannis Masmanidis (54./Foulelfmeter) und Danny Schwarz (88.) beim Karlsruher SC mit 0:3. Das Ostderby zwischen Dynamo Dresden und Energie Cottbus am Montag beschließt den Spieltag.

Fünf Tage nach dem 5:3 in Cottbus brachten sich sich die Kölner mit dem höchsten Sieg seit dem 7. Oktober 2002 (7:0 gegen Union Berlin) rechtzeitig zum Höhepunkt der Karnevals-Session in Stimmung. Nach dem Tore-Festival entpuppte sich sogar Trainer Stevens als Karnevals-Jeck und stellte seiner Mannschaft vor dem Schlagerspiel am Freitag in Frankfurt eine verlockende "Sonderprämie" in Aussicht: "Wenn da ein gutes Ergebnis herausspringt, kann man ruhig ein paar Tage frei geben."

In Burghausen läuten nach der höchsten Zweitliga-Niederlage in der Vereins-Geschichte die Alarmglocken. "Wir stecken mittendrin im Abstiegskampf", sagte der völlig deprimierter Markus Schupp nach der bisher bittersten Stunde in seiner noch jungen Trainerlaufbahn.

Rot-Weiss Essen verschenkte mit dem 2:2 am Freitag gegen Trier wertvollen Boden im Rennen um den Klassenverbleib. Dagegen verschaffte sich das seit sechs Heimspielen unbesiegte Team von Rot- Weiß Oberhausen mit dem 4:3 im Kellerderby gegen Rot-Weiß Erfurt Luft und kletterte nach den Toren von Salif Keita (2), Nico Frommer und Rudolf Zedi (Eigentor) auf den zwölften Platz.

Quelle: n-tv.de