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Dicker Hund Effenberg kein Wolf mehr

Die Bundesliga-Laufbahn des ehemaligen Nationalspielers Stefan Effenberg ist offenbar beendet. Selbst sein früherer Trainer Ottmar Hitzfeld hält nur noch ein Engagement im Ausland für realistisch.

Nachdem ihn Franz Beckenbauer öffentlich wegen mangelnder Fitness kritisiert hatte, wagte auch sein neuer Trainer Jürgen Röber eine Verbalattacke auf den Mittelfeldspieler und dessen konditionellen Zustand. Der "Kaiser" aus München hatte ihn seinerzeit im Pay-TV-Sender Premiere wegen offensichtlicher Kurzatmigkeit auf dem Spielfeld als "Blasengel" bezeichnet.

Nachdem er von den Trainern in Wolfsburg zu einer Diät aufgefordert worden war, zog Effenberg per Kündigung die Notbremse. Er erklärte am folgenden Tag auf einer Pressekonferenz in Hamburg: "Definitiv ist meine Bundesliga-Karriere beendet. Ich weiß nicht, wohin die Reise geht. Es gibt einige Anfragen und Angebote, wenn aber nichts Vernünftiges dabei ist, kann ich mir auch vorstellen, absolut Schluss zu machen", sagte der 34 Jahre alte Fußball-Rentner.

Effenberg verlässt den VfL Wolfsburg mit sofortiger Wirkung. Die Geschäftsführung der Niedersachsen kam am dem Wunsch des früheren Nationalspielers nach einer sofortigen Auflösung seines Vertrages nach.

Dies bestätigte Vereinssprecher Kurt Rippholz. Die Entscheidung fiel nach einer Telefonkonferenz mit VfL-Manager Peter Pander, der sich zur Zeit in Südamerika aufhält. Zur Begründung sagte Effenberg der "Bild"-Zeitung, es habe unüberbrückbare Differenzen mit Trainer Jürgen Röber gegeben. Trainer Röber hatte die Mannschaft am 4. März übernommen.

Sein ehemaliger Trainer Ottmar Hitzfeld sagte: "Ich hoffe, dass er noch zwei, drei Jahre bei einem Verein im Ausland Fußball spielt." Aber: "Wenn man nicht mehr topfit ist, hat es keinen Sinn, sich weiterhin zu quälen oder vielleicht auf der Bank zu landen."

Jürgen Röber schien von Effenberg nicht eingeweiht: "Ich bin völlig überrascht. Vielleicht hat Stefan ja gemerkt, dass er nicht mehr richtig ran kommt, es nicht mehr packen wird", vermutet Röber. "Es gab keine Differenzen", betonte der Trainer. Es habe nur die Vorgabe gemacht, dass Effenberg wieder fit werden müsse.

Quelle: ntv.de

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