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Sieg-Premiere beim Heimspiel Ein Traumsprung erlöst Stephan Leyhe

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Volle Konzentration für den ersten Weltcup-Sieg.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Endlich hat es geklappt: Mit 28 Jahren feiert Stephan Leyhe seinen ersten Weltcup-Sieg. Mit einem Wahnsinnssprung in Durchgang zwei fängt der deutsche Skispringer den Polen Kamil Stoch noch ab. Seine Sieg-Premiere feiert er ausgerechnet beim Heimspiel.

Skispringer Stephan Leyhe hat beim Heimspiel in Willingen seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Der 28-Jährige fing mit einem Traumsprung auf 144,5 Meter den nach dem ersten Durchgang führenden Polen Kamil Stoch noch ab und sorgte bei den rund 20.000 Fans an der Mühlenkopfschanze für Ekstase. Im Gesamtergebnis lag Leyhe mit 266,4 Punkten zwei Zähler vor dem Norweger Marius Lindvik. Stoch wurde nach einem schwächeren Sprung Dritter (254,6).

Sonntagsspringen abgesagt

Das Sturmtief "Sabine" hat die Veranstalter in Willingen zur Absage des Einzelwettkampfes am Sonntag gezwungen. Gekaufte Tickets werden zurückerstattet. Die Extrawertung des "Willingen Five", in das eigentlich neben dem Qualifikationssprung auch die vier Wettkampfsprünge eingehen, wird damit nach drei Sprüngen und mit dem Sieger Leyhe gewertet. Für den 28-Jährigen bedeutet das ein Extra-Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro.

"Es war immer sehr speziell für mich hier in Willingen. Ich war dieses Jahr so klar im Kopf wie noch nie, war in einer tollen Form. Ich wollte mir es nicht schon wieder nehmen lassen", sagte Leyhe nach seinem größten Triumph in einem Einzelspringen: "Aber an einen Sieg hätte ich nicht gedacht."  Als Teamspringer hatte er schon Olympiasilber 2018 und WM-Gold 2019 gewonnen, doch auf diesen besonderen Moment, der nur ihm alleine gehörte, musste er bis zu diesem Samstag warten. Mit seinen 28 Jahren ist Leyhe nun auch der älteste deutsche Premierensieger im Weltcup.

"Jetzt gehen wir feiern"

Leyhe, der inzwischen im Schwarzwald lebt und trainiert, aber weiter für den SC Willingen antritt, hatte in seiner Karriere zuvor auch erst zweimal in einem Einzelspringen auf dem Podium gestanden, zuletzt am vergangenen Wochenende im japanischen Sapporo. "Heute war er so weit. Er war heute der Beste. Ich bin total erleichtert, dass er das hier bei seinem Heimspiel geschafft hat. Jetzt gehen wir feiern", sagte ein sehr glücklicher Bundestrainer Stefan Horngacher in der ARD.

Zweitbester Deutscher wurde der Oberstdorfer Karl Geiger als Fünfter. Im Gesamtweltcup büßte der Tournee-Dritte damit weiter Boden auf Spitzenreiter Stefan Kraft aus Österreich ein, der Vierter wurde und nun 68 Punkte vor Geiger liegt. Constantin Schmid als 21., Pius Paschke auf Rang 24. und Markus Eisenbichler, der 26. wurde, holten ebenfalls noch Weltcup-Punkte. Als einziger DSV-Adler bereits im ersten Durchgang ausgeschieden war der weiter formschwache Richard Freitag.

Quelle: ntv.de, tno/sid