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Neue Schlappe für Völler-Elf Frankreich siegt 3:0

Auch in neuen schwarzen Trikots hat die deutsche Nationalmannschaft ihre "schwarze Serie" gegen die großen Fußball-Länder nicht beenden können. Gegen Europameister Frankreich unterlag der WM-Zweite Deutschland im letzten Länderspiel des Jahres in Gelsenkirchen 0:3 (0:1) und ging damit im achten Duell mit einem Team der führenden Nationen hintereinander als Verlierer vom Platz. Zudem blieb die Hoffnung von DFB-Teamchef Rudi Völler auf Rückenwind für das EM-Jahr 2004 durch die vierte Niederlage gegen die technisch überlegene "Equipe tricolore" in Serie nach Treffern von Thierry Henry (21.) und David Trezeguet (55. und 81.) aus.

Dabei hatte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in der Anfangsphase der Partie zunächst gefällig mitgespielt. Vor 53.574 Zuschauern in der ausverkauften Arena AufSchalke hatten indes die von Superstar Zinedine Zidane einmal mehr brillant inspirierten Franzosen die erste Torgelegenheit: Stürmerstar Henry vom englischen Spitzenklub Arsenal London verfehlte allerdings mit einem Schuss auf Vorarbeit von David Trezeguet freistehend aus 20 Metern noch das Ziel.

Nur 180 Sekunden später hatte auf der anderen Seite die DFB-Auswahl eine hervorragende Möglichkeit, als der Stuttgarter Kevin Kuranyi nach einer hervorragenden Einzelleistung nur die Latte des französischen Tores traf. Zuvor hatte sich der von vielen Klubs umworbene VfB-Torjäger gegen den Weltklasse-Verteidiger Lilian Thuram in beeindruckender Manier durchsetzen können.

In der 21. Minute gerieten die Hausherren, die zuletzt im August 1987 durch zwei Tore des heutigen Teamchefs Völler ein Nachbarschafts-Duell mit den Franzosen gewinnen konnten, aber doch in Rückstand: Henry nutzte eine präzise Flanke von Bayern-"Legionär" Bixente Lizarazu per Kopf zu seinem 26. Länderspieltreffer.

Vor der Pause hatte die deutsche Elf allerdings noch mehrere gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Doch der französische Torwart Gregory Coupet von Münchens Champions-League-Gegner Olympique Lyon vereitelte die Chancen von "Jubilar" Jeremies (22.) sowie Bayern-Star Michael Ballack (23. und 28.). Neun Minuten vor der Pause vergab zudem der Berliner Fredi Bobic aus aussichtsreicher Position.

Entgegen der Erwartungen von Völler und Skibbe geriet der zweite Durchgang zu einer Machtdemonstration der Gäste. Zidane, Henry und Co. ließen mehrfach ihre technische Überlegenheit aufblitzen und zelebrierten ihre Kunst phasenweise mit sehenswerten Kabinettstückchen. Beispielhaft das entscheidende 2:0 der Gäste, als Henry auf der linken Angriffsseite den Dortmunder Christian Wörns wie einen Schüler aussehen ließ und nach einem Solo Juventus Turins freistehenden Star Trezeguet bediente, der nur noch einschieben musste.

Dem neuerlichen Gegentreffer konnte das deutsche Team, in dem Ballack nicht wie erhofft Akzente setzte und das "Duell der Spielmacher" mit Zidane klar verlor, nicht mehr viel entgegensetzen. Lediglich Bernd Schneider hatte nach 59 Minuten noch eine Gelegenheit zum Anschlusstreffer. Auf der Gegenseite hätte Trezeguet noch vor seinem zweiten Treffer, den Henry und Zidane mustergültig vorbereiteten, sogar noch einmal erfolgreich sein können (74.).

Quelle: n-tv.de