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Abstiegsgespenst lacht Für "Toppi" bleibt es eng

Bayer Leverkusens Trainer Klaus Toppmöller befindet sich weiter auf dem Schleudersitz. Einen "Persilschein" über das nächste Bundesligaspiel am Samstag gegen Hansa Rostock hinaus will die Bayer-Führung dem Coach nicht ausstellen.

"Wir können doch nicht sagen: Egal, was passiert, wir ziehen das jetzt durch", erklärte Manager Reiner Calmund der dpa. Dagegen hatte der 51 Jahre alte Chefcoach in Interviews verlangt, ihm eine längerfristige Bewährung zu geben.

Eine für Montag anberaumte Aussprache mit der Bayer-Geschäftsführung sagte Toppmöller wegen einer Magen- und Darmerkrankung kurzfristig ab. Neuer Termin ist nun Dienstag. Dabei wird Calmund seinem Trainer einbläuen, dass allein der Verbleib in der Bundesliga oberstes Ziel ist. "Die Champions League hat in dieser Konstellation für uns keine Priorität", erklärte er mit Blick auf das nächste Zwischenrundenspiel am 18. Februar gegen Newcastle United.

In diesem Zusammenhang will er Toppmöller auch empfehlen, der prekären Lage personell Rechnung zu tragen. Er habe noch nie eine Mannschaft aufgestellt oder die Taktik gemacht, sagte Calmund, "doch man sollte angeschlagene oder besonders beanspruchte Spieler in der Champions League schonen". Es mache schließlich keinen Sinn, international "stolz und feierlich auf den Platz zu marschieren und in der Bundesliga baden zu gehen".

DFB-Teamchef Rudi Völler, der lange Sportdirektor in Leverkusen war, begrüßt die Entscheidung seines ehemaligen Vereins, mit Toppmöller weiterzumachen. "Ich freue mich, dass Toppi seine Chance bekommt", sagte er am Montag vor dem Abflug zum Länderspiel gegen Spanien auf Mallorca.

Quelle: ntv.de