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Radsport Giro als Tour-Vorbereitung

Wenige Tage vor seiner Giro-Premiere hat Jan Ullrich allen Spekulationen auf einen Gesamtsieg erneut eine Absage erteilt. Er wolle "kein Duell Ullrich gegen Pantani oder gegen wen auch immer geben", sagte der Merdinger. Die Italien-Rundfahrt soll "zum optimalen Training für die Tour de France" dienen. Nach den Siegen in der Tour 1997 und der Vuelta 1999 fehlt die dritte große Rundfahrt noch in der Trophäensammlung des 27-Jährigen.

Rudy Pevenage schraubte als sportlicher Leiter alle Erwartungen auf höhere Ambitionen zurück: "Jan hat in der letzten Woche bei der Tour de Romandie deutliche Fortschritte gemacht, aber seine Topform ist noch nicht da. Erst ab der zweiten Woche soll er sich auf der einen oder anderen Etappe zeigen. Vor allem aber soll er die drei Wochen locker durchfahren."

Telekom-Teamchef Walter Godefroot gab am Montag sein Aufgebot von neun Fahrern bekannt. Danach werden je vier Italiener und Deutsche sowie der Amerikaner Kevin Livingston vom 19. Mai bis 10. Juni an den Start gehen. Für Telekom ist es die erste Giro-Teilnahme seit 1995. Der Auftakt erfolgt am Samstag in Pescara mit dem Prolog über 7,6 km gegen die Uhr. Die erste Bergankunft steht am 23. Mai an.

Als engster Ullrich-Vertrauter wird der aus Gera stammende Jens Heppner (36) an den Start gehen, der bereits viermal den Giro fuhr. Außerdem wurden Danilo Hondo (Cottbus) und der erst 21-jährige Matthias Kessler (Nürnberg) nominiert.

Als Anwärter auf einen vorderen Rang geht der 27 Jahre alte Bergspezialist Roberto Sgambelluri ins Rennen. Die weiteren Italiener sind Alberto Elli, Giuseppe Guerini und Giovanni Lombardi. Wie Ullrich sollen sich auch Guerini, 1999 Sieger in Alpe d'Huez, und der frühere Armstrong-Edelhelfer Livingston gezielt für die Tour de France (7. bis 29. Juli) einrollen.

Quelle: ntv.de