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Zwei Spiele in 44 Stunden HSV muss ins Erholungslager

Van Nistelrooy wurde von den Fans gefeiert und auch Zé Roberto durfte spielen: Nur 44 Stunden nach dem knappen Sieg gegen Eindhoven muss der HSV erneut antreten. Dazwischen wurde Erholung befohlen.

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Nach der Partie bedankte sich van Nistelrooy bei den Fans.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Hamburger SV kommt in Atemnot. Nach dem 1:0 in der Fußball-Europa-League gegen den PSV Eindhoven hat Trainer Bruno Labbadia seiner Elf ein Erholungslager verordnet. In der Fünf-Sterne-Herberge Grand Elysee sollen die Hanseaten bis zum nächsten Spiel binnen 44 Stunden gegen Eintracht Frankfurt relaxen. "So können wir am besten regenerieren", begründete Trainer Bruno Labbadia die Maßnahme. Der 44-Jährige konnte mit der Spielweise seiner Mannschaft gegen die Niederländer vor allem in der zweiten Halbzeit nicht zufrieden sein, konstatierte aber: "Mit dem Ergebnis können wir gut leben. Es war unser Ziel, zu null zu spielen. Jetzt wird das ein packendes Rückspiel in Eindhoven."

Der Tabellenführer der niederländischen Ehrendivision war vor allem in der Defensive vorbildlich organisiert und den Norddeutschen ebenbürtig. Was die Hanseaten am nächsten Donnerstag in der Philips-Arena erwartet - davon bekamen sie in der zweiten Halbzeit einen Vorgeschmack, als die Niederländer frech aufdrehten und die tonangebende Mannschaft waren. "Das Ergebnis macht mich sauer. Nach dem Spielverlauf hätten wir Besseres verdient", nörgelte Trainer Fred Rutten. "Wenn man die Taktik betrachtet und die Chancen sieht, waren wir die bessere Mannschaft."

Van Nistelrooy mit Gänsehaut

Ruud van Nistelrooy erzielte zwar kein Tor, wurde jedoch bei seiner Einwechslung gefeiert, als hätte er gerade getroffen. "Ich habe Gänsehaut bekommen. Das sind die Momente, für die ich Fußballer geworden bin. Es war unglaublich", schwärmte der frühere Welttorjäger, der die Partie gegen seinen Heimat-Verein als "etwas sehr Besonderes" erlebte.

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Eindhovens Trainer Fred Rutten: "Das Ergebnis macht mich sauer".

(Foto: picture alliance / dpa)

Bei aller Freude hatte der Torjäger auch Schwachpunkte in den eigenen Reihen ausgemacht. "Wir hatten nicht die Kontrolle im Mittelfeld", monierte der 33-Jährige. Das 1:0 sei dennoch eine gute Ausgangsposition. Gleichwohl sieht der dreimalige Torschützenkönig der Champions League das Rückspiel bei seinen Landleuten als Gratwanderung. "Wenn wir abwarten und sie kommen lassen, wird es unangenehm für uns."

Auch Zé Roberte durfte spielen

Nach zwei 25-Minuten-Einsätzen hofft van Nistelrooy, gegen Eintracht Frankfurt zur Start-Elf zu gehören. "Ich fühle mich gut", betonte der Niederländer. Das meinte auch Zé Roberto über sich. "Es ist unglaublich schön, das ich 30 Minuten spielen konnte", sagte der Brasilianer, der wegen einer Sprunggelenksverletzung nahezu drei Monate ausgesetzt hatte. "Ich fühle mich fit für das Spiel gegen Frankfurt."

Zé Roberto verglich den leidenschaftlichen Empfang für van Nistelrooy bei dessen Heimdebüt mit ähnlichen Begrüßungen für Kaká, Ronaldinho oder Ronaldo. "Wenn so ein berühmter Spieler das Feld betritt und in jedem Moment ein Tor machen kann, wollen die Zuschauer das sehen", sagte Zé Roberto.

Quelle: ntv.de, Franko Koitzsch, dpa