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2. Fußball-Bundesliga Heimniederlage für den FC St. Pauli gegen Osnabrück

Der FC St. Pauli verlor beim 2:4 gegen den VfL Osnabrück wichtige Punkte im Aufstiegskampf. Mit 46 Zählern verteidigten sie Platz 3 nur dank der besseren Tordifferenz vor dem punktgleichen SV Waldhof Mannheim.

Am Millerntor erkannten Trainer Dietmar Demuth und die meisten der 20.725 Zuschauer im ausverkauften Stadion in der ersten Halbzeit ihre Elf nicht wieder.

Binnen zehn Minuten hatte das Team von Trainer Jürgen Gelsdorf einen 3:0-Vorsprung hingelegt. Im zweiten Durchgang bestimmten die Hamburger über weite Strecken das Spiel, kamen auf 2:3 heran, doch zum Schluss machte der Osnabrücker Michael Petri (90.) den von den VfL-Fans vielumjubelten Sieg perfekt. Damit wurden die Hamburger aus allen Träumen gerissen.

„Eine großartige Moral meiner Mannschaft. Mit dieser Einstellung schaffen wir den Klassenverbleib“, jubelte der VfL-Coach.

Mit Arminia Bielefeld ist nach dem SSV Ulm 1846 ein zweiter Bundesliga-Absteiger auf einem Abstiegsplatz gelandet. Die Bielefelder verloren das Duell bei den Stuttgarter Kickers 1:2.

Beim 1:0 von Alemannia Aachen war Xie Hui (87.) zum 14. Mal in dieser Saison erfolgreich. Der Brasilianer Leandro (69.) vergab für den SSV Ulm einen Foulelfmeter und damit den möglichen Punktgewinn.

Auch der FSV Mainz 05 kam in der 90. Minute zum 1:0 über Rot-Weiß Oberhausen. Michael Thurk erzielte für die Mainzer den Treffer des Tages.

Abstieg der Chemnitzer ist besiegelt

Waldhof Mannheim hat im Aufstiegskampf der Zweiten Fußball-Bundesliga das Verfolgerduell gegen die SpVgg Greuther Fürth gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder besiegte die Franken mit 2:1 (1:1).

Die Fürther mussten durch die Schlappe hingegen bereits den zweiten herben Rückschlag in Folge auf dem angestrebten Sprung in die Eliteliga hinnehmen. Bereits am vergangenen Wochenende gab es für das Team von Trainer Uwe Erkenbrecher eine 2:4-Niederlage gegen LR Ahlen.

Das entscheidende 2:1 erzielte Selim Teber in 77. Minute. Vor 8.400 Zuschauern im Carl-Benz-Stadion traten die Fürther zunächst wie die Heimmannschaft auf, zeigten die bessere Spielanlage und ließen sich auch durch den frühen Rückstand durch den Mannheimer David Montero in der sechsten Spielminute nicht aus der Ruhe bringen. Matthias Surman sorgte bereits acht Minuten später für den Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel erkämpften sich dann die Gastgeber dann ein Übergewicht, scheiterten aber wie schon in Halbzeit eins des öfteren an Fürths Torwart Günther Reichold, bevor der eingewechselte Junioren-Nationalspieler Teber doch noch für den Sieg sorgte.

Im zweiten Zweitliga-Duell des Tages hat Neuling RL Ahlen mit einem 5:2 (3: 2)-Erfolg den Abstieg des Chemnitzer FC besiegelt und zugleich bei den eigenen Fans Hoffnungen auf den Durchmarsch in die Fußball-Bundesliga genährt.

Nach dem neunten Spiel in Folge ohne Niederlage sind die Ostwestfalen dichter an den Tabellendritten FC St. Pauli herangerückt.

Für die Chemnitzer hingegen ist nun trotz sechs vorausstehender Spiele der Absturz in die Regionalliga auch rechnerisch nicht mehr zu verhindern. Dabei hatten die Gäste vor 7.630 Zuschauern im Wersestadion zunächst an das 1:1 gegen Tabellenführer 1. FC Nürnberg angeknüpft und waren durch Alexander Tetzner (5./28.) zweimal in Führung gegangen.

Die Ahlener glichen durch einen Foulelfmeter von Marc Arnold (23.) sowie durch Dirk Schuster (35.) aber jeweils aus. Arnold stellte dann mit seinem zweiten Treffer in der 39. Minute die Weichen auf Sieg. Nach der Roten Karte gegen den Chemnitzer Abwehrchef Olaf Holetschek (45.) wegen einer Notbremse schossen Spörl (50.) und Ahlens Torjäger Marcus Feinbier mit seinem zwölften Saisontor (67.) den 5:2-Endstand für das Team von Trainer Peter Neururer heraus.

Nürnberg kann offenbar nicht mehr gewinnen

Der MSV Duisburg hat wieder Anschluss an die erweiterte Spitzengruppe der zweiten Bundesliga gefunden. Die „Zebras" besiegten Hannover 96 vor 6.097 Zuschauern im Wedaustadion durch zwei frühe Tore des Türken Sercan Güvenisik (2., 8.) 2:1 (2: 1) und verkürzte den Rückstand auf einen Aufstiegsplatz auf vier Punkte.

Hannovers ebenfalls nur vage Aufstiegshoffnungen erlitten dagegen einen herben Dämpfer. Sechs Spieltage vor Saisonende fielen die Niedersachsen, die durch Mourad Bounoua (36.) verkürzten, auf den achten Rang mit 40 Punkten zurück.

Hannover lief an der Wedau ins offene Messer. Beiden Toren druch Güvenisik nahmen in identischen Situationen ihren Ursprung. Die Gäste attackierten zu ungestüm und zu weit in des Gegners Hälfte, so dass die Hausherren die gegnerische Abwehr beide Male mit einem einfachen Steilpass aushebelten.

Unterdessen geriet der 1. FC Nürnberg auf der Zielgeraden Richtung erste Bundesliga erneut ins Stolpern. Vor 17.100 enttäuschten Zuschauern verloren die Franken gegen Neuling 1. FC Saarbrücken überraschend 0:1 (0:1).

Den Treffer des Tages erzielte der Nigerianer Sambo Choji neun Minuten nach Wiederbeginn, es war das zwölfte Saisontor des Afrikaners.

Der Tabellenführer, der trotz der Niederlage einen komfortablen Vorsprung von 13 Punkten auf einen Nicht-Aufstiegsplatz besitzt, hatte zwar deutliche Feldvorteile, stellte sich aber vor dem gegnerischen Tor extrem umständlich an. Die Konter der Saarländer wurden in der zweiten Halbzeit immer gefährlicher, die beste Torgelegenheit für den Aufsteiger vergab dabei Manfred Bender, der in der 62. Minute aus einem Meter Entfernung das leere Tor verfehlte.

Quelle: n-tv.de