Sport

Kampf mit den Tränen Interview mit "Kretzsche"

Nach 218 Länderspielen ist Stefan Kretzschmar nach der Partie gegen Schweden am Dienstagabend aus der deutschen Handball-Nationalmannschaft zurückgetreten. Im Interview gesteht er, dass ihm der Abschied alles andere als leicht fällt.

Empfinden Sie Wehmut nach elf Jahren mit der Handball- Nationalmannschaft?

Kretzschmar: "Da ist extrem viel Wehmut dabei. Das ist schon brutal. Mir war den ganzen Tag bewusst, dass es das letzte Mal mit den Jungs sein wird. Schon beim Frühstück musste ich mit den Tränen kämpfen. Nach Feiern ist mir nicht zumute."

Wie wird es Ihnen im Januar gehen, wenn die Nationalmannschaft in Tunesien bei der Weltmeisterschaft spielt?

"Es wird wahrscheinlich extreme Melancholie aufkommen. Wer weiß, ob es im Leben noch einmal so schön sein wird wie mit dieser Mannschaft. Das hinterlässt eine große Lücke im Leben."

Kann es einen Moment geben, wo Sie bei einem Anruf von Bundestrainer Heiner Brand noch einmal schwach werden könnten?

"Nein, mein Zimmergenosse Christian Schwarzer hat auch aufgehört. Mir glaubt keiner, dass ich aufhöre, aber mir konnte auch noch keiner einen richtigen Grund nennen, warum ich wiederkommen sollte. Die nächste Generation ist einfach dran, und mein Körper ist ganz schön ramponiert. Die Sehnsucht wird groß sein, aber ich spiele noch bei einem großartigen Verein, mit dem ich Titel holen will."

Was werden Sie besonders in Erinnerung behalten?

"Es werden die Jungs sein, der Zusammenhalt in der Mannschaft."

Worauf freuen Sie sich? Auf mehr Zeit mit ihrer Freundin Franziska van Almsick?

"Wir haben vier Jahre lang keine Zeit füreinander gehabt, nun freuen wir uns sehr auf Urlaub und Freizeit. Mehr muss ich dazu nicht sagen."

Die Fragen stellte Britta Körber, dpa

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.