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Fehltritt beim Turnier in Dubai Ivanisevic droht Karriere-Ende

Wimbledon-Sieger Goran Ivanisevic droht das Ende seiner Karriere. Knapp zwei Jahre nach dem größten Triumph seiner 15-jährigen Laufbahn als Tennis-Profi muss sich der 31-Jährige Kroate mit dem Rücktritt vom weißen Sport vertaut machen.

Seine Rückkehr auf die ATP-Tour beim Turnier in der Wüste von Dubai endete in der Erstrundenpartie gegen den Russen Andrej Stoljarow beim Stand von 5:6. Ein Fehltritt zwang den Kroaten zur Aufgabe beim 6:6 im Tiebreak. "Ich war schon wieder so gut drauf", bedauerte Ivanisevic seine Verletzung. Er spürte nach dem Stoppschritt "ein Knacken im rechten Knie".

"Ich wusste sofort, dass etwas passiert ist", sagte er nach dem folgenschweren Ausrutscher. "Ich wollte doch nur einen Ball erreichen, dem ich besser nicht hinterher gerannt wäre", berichtete Ivanisevic auf dem Weg zum Krankenhaus.

Die befürchtete Diagnose "Kreuzbandriss" blieb dem 31-Jährigen zwar erspart, doch auch die "schwere Zerrung und Bänderdehnung" macht ihm kaum Hoffnung, in Wimbledon Ende Juni spielen zu können - sein größter Wunsch. "Dabei wollte ich nur dieses Match ohne zu große Schmerzen in der Schulter beenden", sagte Ivanisevic.

Dubai sollte nach elfmonatiger Verletzungspause wegen einer Schulterverletzung die Fortsetzung seiner Laufbahn auf der ATP-Tour einläuten. Dem sensationellen Sieg als erstem Wildcard-Spieler auf dem "Heiligen Rasen" in Wimbledon 2001 folgte für den kroatischen Volkshelden im Januar 2002 nur noch ein Höhepunkt: Der Daviscup-Auftaktsieg gegen Deutschland.

Am 16. Mai vorigen Jahres wurde der flügellahme "Herr der Asse" in Heidelberg operiert, nachdem er zwei Monate zuvor unter großen Schmerzen in Key Biscayne sein bis dato letztes Match beendet hatte. Die Schmerzen blieben.

Auch auf dem Hartplatz in Dubai plagte ihn die Schulter weiter. "Trotzdem war ich während des Matches so zuversichtlich", berichtet der Kroate. "Natürlich konnte nach elf Monaten Pause nicht alles wie gewohnt laufen. Aber ich habe sehr ordentlich gespielt und schon wieder mit 193 Stundenkilometern aufgeschlagen."

Quelle: ntv.de