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Motorrad GP von Katalonien Jenkner auf Rang vier

Ein schwacher Motor hat den Titelkandidaten Steve Jenkner beim 6. von 16 WM-Läufen in Barcelona um einen Platz an der Spitze gebracht. Der Honda-Pilot Daniel Pedrosa gewann den Motorad-Grand-Prix von Katalonien in Spanien und übernahm damit wieder die alleinige WM-Führung. Der 16-jährige Thomas Lüthi erreichte in der Klasse bis 125 ccm sensationell Platz zwei vor Alex de Angelis (San Marino/Aprilia). Jenkner wurde mit seiner Aprilia Vierter und setzt sich auf Rang drei in der Spitzengruppe der Motorrad-WM fest.

"Es war wie schon so oft: In den letzten zehn Runden fehlte mir die Motorleistung. Ich hatte einfach keine Power mehr, was besonders auf den Geraden ein Problem war. Da konnte ich keinen Anschluss halten, geschweige denn überholen", sagte Jenkner.

Zuletzt hatte man in seine Aprilia einen extra großen Kühler eingebaut, um den hohen Temperaturen – 55 Grad Celcius wurden auf dem Asphalt gemessen – entgegen wirken zu können. "Das hatte bis zur Hälfte des Rennens auch gut funktioniert. Da habe ich sogar an den Sieg gedacht, es war einfach alles perfekt. Vielleicht ist was kaputt gegangen, ich weiß es nicht", erklärte der Sachse. Bis zum Nachlassen der Motorleistung fuhr er ständig im Spitzenfeld mit.

So musste Jenkner zusehen, wie ihm der überraschend starke Lüthi aus der Schweiz als Zweiter die Show stahl. "Das ich jetzt schon von Teenagern überholt werde, gefällt mir gar nicht", meinte Jenkner über die Leistung des jungen Landesnachbarn. "Ich habe nur gehofft, das Lüthi auch noch Daniel Pedrosa schlägt." In der letzten Runde überholte der Spanier den Schweizer jedoch noch und setzte sich mit 116 Punkten in der WM-Wertung ab.

Der Franzose Randy de Puniet jubelte bei seinem ersten Saisonsieg in der Klasse bis 250 ccm. Ein eindrucksvolles Comeback feierte der ehemalige Europameister Klaus Nöhles (Nettetal). In der Viertelliter-Kategorie kam der Ersatzfahrer für den verletzten Dirk Heidolf (Hohenstein-Ernstthal) auf Aprilia auf Platz 12. Katja Poensgen (Heppenheim) fuhr mit ihrer Honda auf den vorletzten Rang. Sie hatte sich erstmals seit drei Rennen wieder für einen WM-Lauf qualifiziert.

In der MotoGP-Klasse bewies Valentino Rossi erneut sein Können. Der Italiener preschte mit unglaublicher Geschwindigkeit nach zwei Ausritten ins Kiesbett durch das Feld und kam als Zweiter ins Ziel. Erster wurde sein Landsmann Loris Capirossr, der seinen ersten Sieg für das Ducati-Team in dieser Kategorie verbuchte.

Quelle: ntv.de

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