Sport

Winterspiele Katastrophe kein Tabu mehr

Die "größtmögliche Katastrophe" ist fünf Monate vor den Winterspielen von Salt Lake City (8. bis 24. Februar) für das Internationale Olympische Komitee (IOC) kein Tabu-Thema mehr. Dies bestätigte IOC-Generaldirektor Francois Carrard nach dem Auftakt der Exekutivtagung in Lausanne.

Als Super-GAU bezeichnete der Schweizer dabei "den Absturz einer Verkehrsmaschine über dem vollen Stadion während der Eröffnungsfeier und bei laufender, weltweiter Fernsehberichterstattung". Zwar sei dieses Horror-Szenario "seit den Olympischen Spielen 1972 in München" Bestandteil der IOC-Planung: "Durch die tragischen Ereignisse von New York und Washington hat dieser Bereich aber eine neue Dimension erhalten."

Der neue IOC-Präsident Jacques Rogge hatte zuvor auf der ersten Sitzung des Führungskreises seit seiner Amtsübernahme die juristische Kommission mit der Prüfung beauftragt, ob sich das IOC gegen Terror bei den Spielen versichern solle.

Carrard betonte allerdings: "Laut Vertrag mit den Olympia-Ausrichtern liegt die Verantwortung für Sicherheit klar und ausschließlich seit jeher beim Gastgeberland."

Nach einer Schweigeminute hatte das Gremium einstimmig eine

Erklärung des Präsidenten gebilligt: `Die Spiele von Salt Lake City

finden wie vorgesehen statt und sollen die Universalität der

olympischen Bewegung demonstrieren." Bislang sind nur während des

Ersten (1916) und des Zweiten Weltkrieges (1940 und 1944)

Olympische Spiele ausgefallen.

Quelle: n-tv.de