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Trotz Entschuldigung Kein Comeback für Oliseh

Nach seinem Ausraster gegen Mitspieler Vahid Hashemian und seiner anschließenden Suspendierung wird es für Fußball-Profi Sunday Oliseh keine zweite Chance beim VfL Bochum geben. Dies machte VfL-Aufsichtsratschef Werner Altegoer deutlich.

"Ich habe Oliseh als netten, höflichen und zielstrebigen Menschen kennen gelernt. Aber nach solch einem Vorfall kann es an der Konsequenz keinen Zweifel geben. Wir wünschen ihm alles Gute, aber in der Gemeinschaft des VfL ist für ihn kein Platz mehr", sagte Altegoer.

Trainer Peter Neururer sorgte sich unterdessen um den psychischen Zustand seiner Mannschaft. "Unsere großartige Gemeinschaft, die auch zu Recht immer so dargestellt worden ist, steht auf dem Prüfstand. Wir müssen jetzt versuchen, aus dieser Situation Stärke zu ziehen, was nicht einfach wird", sagte er.

"Stimmung auf dem Nullpunkt"

Kapitän Dariusz Wosz wähnte die "Stimmung auf dem Nullpunkt". "Die Mannschaft ist geschockt und braucht Zeit, um das wegzustecken", erklärte er.

Oliseh hatte am Samstag nach dem Spiel gegen Hansa Rostock (0:0) in der Kabine seinem Hashemian mit einem Kopfstoß das Nasenbein gebrochen und war am Montag "von seinen arbeitsrechtlichen Verpflichtungen freigestellt" worden.

Der Iraner Hashemian wird im kommenden Spiel bei Hertha BSC Berlin am kommenden Samstag definitiv ausfallen. Der Stürmer, dessen Nase am Samstagabend im Bochumer Marienhospital gerichtet werden musste, hofft auf einen Einsatz in knapp zwei Wochen beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach.

Hashemian hat dem Angreifer offenbar längst verziehen. Er erklärte, er wolle auf eine Anzeige gegen Oliseh verzichten. "Sunday hat mich seit dem Vorfall zweimal angerufen", sagte Hashemian. Oliseh habe sich dabei entschuldigt und auf "private Probleme" verwiesen.

Quelle: ntv.de