Sport
Samstag, 30. Mai 2009

Nie mit dem Pokal im Bett: Kirsten gibt alles zu

Ex-Nationalstürmer Ulf Kirsten hat vor dem DFB-Pokalfinale zwischen seinem Stammverein Bayer 04 Leverkusen und Werder Bremen in Berlin mit einer Legende aufgeräumt.

kirsten.jpg"Ich habe 1993 nach dem Pokalsieg die ganze Nacht nicht geschlafen, war gar nicht wirklich im Bett und habe nicht mit dem Pott geschlafen", erzählte der heute 43 Jahre alte Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga von 1993, 1997 und 1998.

16 Jahre hatte sich die Anekdote, dass Kirsten nach dem 1:0 im Pokal-Endspiel gegen die Amateure von Hertha BSC die Trophäe entführte und heimlich mit ins Bett genommen hätte, gehalten. Richtig ist jedoch: Kirsten schoss 1993 den Siegtreffer in der 77. Minute. Wahr ist ebenso, dass Werder Bremens Torsten Frings den DFB-Pokal mit ins Bett genommen hat: Nach dem Pokal-Erfolg 2005 mit Bayern München. "Ich würde es nie wieder tun", meinte der Nationalspieler.

Duell der Problemkinder

Kirsten, der für die Leverkusener in 350 Bundesliga-Spielen 182 Tore schoss, war auch 2002 beim verlorenen Pokal-Finale gegen den FC Schalke 04 dabei, bevor er 2003 seine Karriere beendete. "Ich schätze die Chancen 50:50 ein", sagte Kirsten vor dem Duell am Samstag in Berlin. "Da treffen zwei Mannschaften aufeinander, die große Probleme in der Saison hatten."

Bayer 04 sei aber endlich mal dran mit einem Titelgewinn. "Das hat der Verein nach so vielen Jahren verdient. Ganz klar, es ist an der Zeit, mal wieder etwas Großes zu gewinnen", meinte der heutige Regionalliga-Trainer beim Werksclub, der zwischen 1997 bis 2002 insgesamt viermal deutscher Vizemeister wurde.

Natürlich wird der "Schwatte", wie er wegen seiner dunklen Haare und seines dunklen Teints auch genannt wurde, auch am Samstagabend im Berliner Olympiastadion auf der Tribüne sitzen. Unmittelbar bevor er in die Hauptstadt fliegen kann, muss er noch seine Regionalliga-Mannschaft im Punktspiel gegen den 1. FC Kleve betreuen.

 



 

 

Quelle: n-tv.de