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Sport
Mittwoch, 19. Juli 2006

Millionenklage im Wettskandal: Klassenlotterie gegen Sapina

Der im Fußball- und Manipulationsskandal um den Berliner Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer als "Drahtzieher" geltende Ante Sapina aus Berlin muss für sein Fehlverhalten nachträglich tief in die Tasche greifen. Die deutsche Klassenlotterie hat gegen Sapina und dessen Bruder Milan eine Zivilklage auf Schadensersatz in Millionenhöhe am Landgericht Berlin angestrengt.

Beim ersten Termin am 11. Juli vor dem Landgericht war es zu keiner Einigung gekommen. Die beiden Parteien verständigten sich darauf, einen außergerichtlichen Vergleich anzustreben. Sollte der Vergleich scheitern, wird das Gericht ein Urteil sprechen. Eine Mitarbeiterin der Pressestelle für die Zivilgerichte bestätigte den Eingang der Klage, erklärte aber, dass es noch keinen Termin für eine erneute Verhandlung gebe.

Ante Sapina war im Strafprozess wegen seiner Beteiligung im Wett- und Manipulationsskandal im vergangenen Jahr zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und 11 Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Bruder Milan erhielt eine Bewährungsstrafe in Höhe von 16 Monaten.

Unterdessen scheint für die Revision im Wett- und Manipulationsskandal um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer durch den 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofes (BGH) in Leipzig ein Termin gefunden zu sein. Laut Ulrich Joeres, Leiter der BGH-Pressestelle, haben sich der 5. Strafsenat sowie die Verteidiger auf den 28. November als Termin geeinigt, um über die Revisionsanträge von Hoyzer und Ante Sapina gegen das Urteil vom 17. November vergangenen Jahres zu verhandeln. Eine offizielle Bestätigung gebe es aber noch nicht.

Der 5. Strafsenat hat in den Verhandlungen die Möglichkeit, die Antragssteller freizusprechen, mit dem Verweis auf Mängel im Urteil zurück an das Landgericht zu verweisen oder den Antrag abzulehnen. In diesem Fall müsste Ante Sapina für zwei Jahre und elf Monate, Hoyzer für zwei Jahre und fünf Monate ins Gefängnis. Diese Strafen hatte die 12. Große Strafkammer des Landgerichts Berlin ausgesprochen.

Quelle: n-tv.de