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Schicksalsspiel gegen Rostock Letzte Chance für Toppi

Für Bayer Leverkusens Trainer Klaus Toppmöller geht es an diesem Wochenende erneut um Alles oder Nichts. "Es ist kein Abstiegsendspiel, aber das wichtigste Spiel seit ich in Leverkusen bin", sagte der unter immensem Erfolgsdruck stehende 51-Jährige vor dem Bundesliga-Schicksalsduell am Samstag gegen Hansa Rostock.

Und er glaubt dabei, sich auf seine Mannschaft verlassen zu können: "Ich bin überzeugt, dass auch der letzte Spieler begriffen hat, worum es geht. Sie müssen Verantwortung übernehmen und Flagge zeigen."

Mit dieser nicht zum ersten Mal von ihm verwendeten Durchhalteparole sind keine Spiele zu gewinnen, wie vier Niederlagen in Serie und eine katastrophale Heimbilanz zeigen. Der letzte der nur zwei Erfolge im eigenen Stadion der auf Platz 15 gestürzten Leverkusener (1:0 gegen Kaiserslautern am 19.10.2002) liegt 119 Tag zurück. Danach gab es in fünf Partien in der BayArena nur einen Punktgewinn gegen Gladbach (2:2).

Dabei hatte Bayer gerade mit der Heimstärke das Fundament für den Beinahe-Titelgewinn 2002 gelegt: Von 17 Begegnungen verlor der Vizemeister in der vergangenen Saison nur zwei und gewann 14.

Trainer auf Bewährung

Auf Chefcoach Toppmöller, der seit dem 1:2 beim VfL Bochum nur auf Bewährung im Amt ist, will die Mannschaft trotz allem nichts kommen lassen. "Wenn wir so arbeiten würden, wie der Trainer, hätten wir 15 Punkte mehr", meinte Mittelfeldregisseur Bernd Schneider.

Unter Druck steht auch die Bayer-Führung, die zwar die Schonfrist für ihren "Trainer des Jahres 2002" verlängerte, eine vorzeitige Trennung aber weiter nicht ausschließt. "Wenn wir am Sonntag und Montag keine Trainer-Diskussion haben, wäre ich froh. Dann hätten wir nämlich gewonnen", sagte Reiner Calmund, dessen Club selbst gegen die in der Hinrunde mit 3:1 besiegten Rostocker Angst hat.

"In dieser Lage gibt es keine leichten Gegner. Ich hoffe aber, dass der Knoten platzt und endlich verschüttete Qualität wieder freigelegt werden kann", erklärte der zuletzt selbst in die Kritik geratene Manager.

Quelle: ntv.de