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Test-Nachlese Lob für Hinkel

DFB-Teamchef Rudi Völler hat dem 21-jährigen Debütanten Andreas Hinkel gute Noten für sein Debüt im Testspiel gegen Serbien und Montenegro ausgestellt. "Er hatte sich gleich etwas zugetraut und einige gute Aktionen", bescheinigte Völler dem Stuttgarter ein "tolles Debüt".

Hinkel deutete beim VfB in der Bundesliga auf der rechten Position bereits mehrfach sein Potenzial an. "Es wird eine Motivation bleiben, weiter konstante Leistungen im Verein zu bringen, um mich zu empfehlen", sagte Hinkel.

Auch über den zweiten Debütanten hatte Völler Grund zur Freude: „Bei Michael Hartmann hat man gesehen, dass er bereits ein abgezockter Hase ist. Er hat gespielt, als wenn er schon Jahre dabei wäre“, lobte Völler den 28 Jahre alten Berliner, der nach den kurzfristigen Ausfällen von Tobias Rau und Jörg Böhme erst einen Tag vor dem Spiel nachnominiert worden war.

„Ich glaube, für das erste Spiel war es ganz ordentlich“, kommentierte der Hertha-Profi seine Leistung, blieb hinsichtlich seiner Zukunfts-Chancen in der DFB-Auswahl bescheiden: „Viele Spieler waren ausgefallen, die ein Recht darauf haben, wieder eingeladen zu werden.“

Tatsächlich dürfte künftig Hinkel wohl öfter in der DFB-Elf zu sehen sein als Hartmann. Sein Vorteil: er gehört zu den „jungen Wilden“. Vorstellbar ist, dass die Stuttgarter Erfolgslinie, Hinkel bedient Kevin Kuranyi, 1:1 in die DFB-Elf übersetzbar ist.

Kuranyi, der zu den großen deutschen Sturmhoffnungen gehört, fand im Test am Mittwoch nicht die Bindung zum Spiel wie beim VfB gewohnt. Benjamin Lauth, der zunächst wieder „U21“ spielten sollte, dann aber wegen der Absagen doch noch berufen wurde, hatte da mehr Glück und kam neben einem Abseitstor immerhin zu einem vortrefflichen Pass auf Carsten Ramelow, der das Zuspiel leider nicht zu nutzen wusste.

Trotzdem versprühten einmal mehr Kuranyi, Lauth und Hinkel wesentlich mehr Eleganz wie auch Finesse, als beispielsweise ein lange Zeit als der Shootingstar gefeierte Miroslaw Klose. Insofern ging die vorab von Thorsten Frings geäußerte Kritik, die jungen Spieler hätten es zu leicht, in die DFB-Elf zu kommen, ins Leere.

Quelle: ntv.de