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Sponsorenverträge geplatzt MBC beantragt Insolvenz

Basketball-Bundesligist Mitteldeutscher BC hat am Mittwoch beim Amtsgericht Halle Insolvenz angemeldet. "Wir sind zahlungsunfähig. Zwei Sponsorenverträge sind leider geplatzt. Das Geld war fest eingeplant. Deswegen blieb uns nichts anderes übrig, als den Gang zum Amtsgericht anzutreten", sagte MBC-Geschäftsführer Matthias Hund. Der Verein ist mit Gehaltszahlungen im Rückstand. Nach Brandt Hagen sind die Weißenfelser der zweite Verein, der in dieser Saison Insolvenz anmelden musste.

Über die genaue Höhe der ausgebliebenen Summe durch die geplatzten Sponsorenverträge wollte der MBC-Geschäftsführer keine Angaben machen. Die finanziellen Schwierigkeiten des Bundesligisten hatten sich angedeutet. Die Spieler mussten bereits zum zweiten Mal in diesem Spieljahr auf ihre Gehälter warten. Das Geld für Januar wurde mit Verspätung gezahlt, das Gehalt für Februar steht weiter aus.

Trotzdem soll der Spielbetrieb aufrechterhalten werden. "Wir werden am Samstag gegen RheinEnergie Köln das Heimspiel bestreiten und die Saison ordentlich zu Ende bringen. Wir wollen auch zur Endrunde des FIBA Europe Cup am 27./28. März nach Izmir fliegen. Ich sehe die Insolvenz nicht als Todesurteil für den Verein, sondern als die Chance für einen Neuanfang", erklärte Hund.

Allem Anschein nach hat der Mitteldeutsche BC jedoch über seine Verhältnisse gelebt. Trotz eines Etats von offiziell angegebenen 1,7 Millionen Euro wurden in der Sommerpause mit Wendell Alexis sowie den Nationalspielern Stephen Arigbabu, Misan Nikagbatse und Paul Burke hochkarätige Akteure verpflichtet. Zum Trainerstab um Chefcoach Henrik Dettmann gehörten außerdem Olaf Lange, Oliver Kostic, Dirk Dittrich und Jussi Hirvonen.

Zu jedem Gastspiel reisten die Mitteldeutschen bereits einen Tag vorher an und leisteten sich kostspielige Übernachtungen.

Quelle: n-tv.de