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Handball-Bundesliga Magdeburg behält weiße Weste

Die weiße Weste von Tabellenführer SC Magdeburg bleibt in der Handball-Bundesliga unbefleckt. Das Team um Linksaußen Stefan Kretzschmar erteilte dem weiter punktlosen Aufsteiger Post Schwerin beim 36:24-Erfolg eine Lehrstunde und verbuchte im fünften Saisonspiel bereits den fünften Sieg. "Besser kann man nicht starten. Aber wir dürfen auch in den kommenden Wochen nicht nachlassen", meinte "Kretzsche", der insgesamt sechs Treffer erzielte.

Dem Tabellenführer auf den Fersen bleiben die Verfolger THW Kiel, HSV Hamburg und der letztjährige Double-Gewinner SG Flensburg-Handewitt. Die Kieler hatten am Freitag nach einem 32: 28-Erfolg bei der überraschend gut in die Saison gestarteten SG Wallau-Massenheim vorübergehend sogar die Tabellenführung erobert, ehe die derzeit nicht aufzuhaltenden Magdeburger am Samstag wieder wie ein Eilzug vorbeirauschten. "Ich freue mich dennoch, dass wir die zwei Punkte mitgenommen haben, denn es war eines unserer schlechteren Spiele in dieser Saison, und Wallau ist ein starker Gegner", meinte THW-Coach Noka Serdarusic.

Die von zahlreichen Verletzungen und finanziellen Sorgen gebeutelten Hamburger halten dank eines 32:28-Erfolges gegen die HSG Düsseldorf ebenfalls weiter direkten Kontakt zur Spitzengruppe. Neben Magdeburg sind die Norddeutschen das einzige Team, das in der noch jungen Spielzeit noch nicht verloren hat. "Das war ein souveräner Sieg. Ich bin froh, dass wir das schwere Auftaktprogramm mit drei Auswärtsspielen bei Aufsteigern unbeschadet überstanden haben", meinte HSV-Coach Bob Hanning. Herausragend aus Hamburger Sicht war der Franzose Bertrand Gille mit zwölf Toren.

Titelverteidiger Flensburg-Handewitt holte unterdessen einen glanzlosen 31:28-Arbeitssieg gegen FA Göppingen und hat als Tabellenvierter ebenso 8:2 Punkte auf dem Konto wie die HSG Nordhorn, die 33:27 beim Liga-Schlusslicht GWD Minden gewann. Eine Woche nach der 23:24-Pleite beim VfL Gummersbach tat sich das Team von Kent-Harry Andersson über weite Strecken schwer gegen die unangenehmen Schwaben. "Das war nicht der Tag unserer Deckung, sie hatte das ganze Spiel über Probleme. Daran müssen wir arbeiten", meinte Andersson nach dem vierten Sieg der laufenden Saison.

Deutlich im Aufwind ist der TBV Lemgo. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt feierte der deutsche Meister von 2003 beim 30: 16-Kantersieg gegen den TV Großwallstadt bereits den dritten Sieg in Serie und hat somit vorerst den Kopf aus der Schlinge gezogen. "Wir sind auf einem guten Weg. Was der Sieg wert ist, sehen wir aber erst am Mittwoch in Hamburg", meinte TBV-Manager Fynn Holpert. Dagegen war Großwallstadts Trainer Peter Meisinger nach dem desaströsen Auftritt seiner Mannschaft der Verzweiflung nahe: "Das war unter aller Kanone, besonders in der Abwehr. Und zu 16 Treffern erübrigt sich praktisch jeder Kommentar."

Ein wenig mehr Respekt verschaffte sich Aufsteiger TuS N-Lübbecke. Der 35:30-Erfolg beim Wilhelmshavener HV war bereits der zweite Saisonsieg, er spülte das Team von Trainer Jens Pfänder hoch auf Platz elf in der Tabelle.

Quelle: ntv.de

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