Sport

Nordische Kombination Marko Baacke ist einer der Trainingsfleißigsten

Zum Lernen gekommen, als Champion gefeiert: Marko Baacke aus dem thüringischen Ruhla ist seit seinem Sensations-Sieg im Kombinations-Sprint die Entdeckung der nordischen Ski-Weltmeisterschaft von Lahti. Exakt 14 Tage nach seinem 21. Geburtstag machte er am Samstag sein Meisterstück und vergoss im Ziel Freudentränen. "So ein Gefühl hatte ich noch nie. Der Kopf war völlig leer, ich fühlte nur Freude", beschrieb er die letzten Sekunden vor dem Sieg.

Der Bundeswehr-Sportsoldat hatte vor diesem Winter relativ bescheidene WM-Ziele. "Wenn ich in Lahti starten dürfte, wäre ich sehr zufrieden", hatte der Thüringer selbst die Messlatte relativ niedrig gelegt. Das änderte sich erst nach dem zweiten Platz beim Weltcup in Steamboat Springs Mitte Januar. "Jetzt will ich in allen drei WM-Wettkämpfen starten und Erfahrungen sammeln", legte er sich fest. "Wenn's super läuft, könnte mit der Staffel eine Medaille drin und im Sprint ein Platz unter den ersten Acht möglich sein", hatte der bei 1,83 m Größe nur 68 kg auf die Waage bringende Ruhlaer seine Vorstellungen für die Tage von Lahti nach oben geschraubt.

Bereits seit längerem wird der zweifache Silbermedaillen-Gewinner der Junioren-Weltmeisterschaften des vergangenen Jahres als großes Talent gehandelt. Unter der Obhut seines Vaters Klaus, mehrfacher deutscher Senioren-Meister und Medaillen-Gewinner bei Senioren-Welttitelkämpfen im Langlauf, erlernte Marko Baacke am Rennsteig im Windschatten der Wartburg das Einmaleis der Kombination.

In der Oberhofer Trainingsgruppe von Siegfried Sturm stieß er im Sog von Ronny Ackermann und Sebastian Haseney in die deutsche Elite vor. "Der Marko hat bereits im Sommer den Älteren unheimlich Druck gemacht. Er ist extrem ehrgeizig, ein echter Siegertyp. An ihm werden wir noch viel Freude haben", urteilte Hermann Weinbuch vor der WM über den Elften des Gesamt-Weltcups. Dabei hatte der Bundestrainer aber eigentlich eher die Olympischen Spiele im kommenden Winter in Salt Lake City im Auge.

Der laufstarke Kombinierer ist einer der Trainingsfleißigsten im deutschen Team. "Auf der Schanze habe ich noch Reserven, vor allem in der Stabilität der Sprünge", bekennt er selbst. Das WM-Erlebnis habe ihm einen innerlichen Schub gegeben. "Die ersten beiden Wettkämpfe sind wirklich super gelaufen. Achter im Einzel, damit bester Deutscher, dazu ein gelungener Auftritt in der Staffel. Damit hatte ich meine Erwartungen bereits mehr als erfüllt", lautete seine WM-Zwischenbilanz vor dem größten Erfolg seiner Laufbahn.

Deutsche Presse-Agentur

Quelle: ntv.de

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