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Fußball Matthäus sagt Frankfurt ab

Lothar Matthäus wird nicht das Amt des Teamchefs bei Eintracht Frankfurt übernehmen. "Das Risiko, dass gleich mein erstes Engagement als Trainer oder Teamchef wegen der sportlich schwierigen Situation der Eintracht schief gehen könnte, war mir zu groß", begründete der 39 Jahre alte Rekord-Nationalspieler am Montag seine Absage, nachdem es in den vergangenen Tagen heftige Proteste der Eintracht-Anhänger gegen eine Verpflichtung gegeben hatte.

Enttäuscht über den von Matthäus erhaltenen Korb zeigte sich Frankfurts Fußball-AG-Boss Steven Jedlicki: "Ich bedaure dies sehr. Ich habe gehofft, Lothar für unser neues Konzept gewinnen zu können und hatte nach unserem Treffen ein sehr gutes Gefühl ", sagte Jedlicki und sprach dem Interims-Duo Rolf Dohmen und Armin Kraaz sein Vertrauen aus: "Beide werden die Eintracht vorerst und auf unbestimmte Zeit weiter betreuen."

Auch Teile der Mannschaft sahen die Absage des 150-maligen Nationalspielers überwiegend in der "Anti-Matthäus-Stimmung" der letzten Tage begründet. "Die Fan-Power war wohl ausschlaggebend, das Votum dort war klar gegen Matthäus. Wenn 20.000 Leute gegen einen rufen, beeinflusst das natürlich eine Entscheidung", sagte Stürmer Jan-Aage Fjörtoft, aber bedauerte die Entwicklung: "Ein Weltmann wie Matthäus hätte einiges bewegen können."

Quelle: ntv.de