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Döner statt Gulasch Matthäus verhandelt mit Istanbul

Der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, seit Jahresbeginn Fußball-Nationaltrainer in Ungarn, erwägt möglicherweise einen Wechsel zum türkischen Verein Besiktas Istanbul. Matthäus bestätigte Presseberichte, wonach er am Mittwoch in Mailand den türkischen Geschäftsmann Yildirim Demiroren getroffen hat. Der Gas-Millionär gilt als Favorit für die Präsidenten-Wahl bei Besiktas in zwei Wochen. "Ja, wir haben gesprochen. Wenn er zum Präsidenten gewählt ist, wird er sich wieder bei mir melden ", sagte der 43-Jährige der "Bild"-Zeitung.

Türkischen Presseberichten zufolge soll Matthäus bei Besiktas als deutscher Trainer-Kontrahent zu Christoph Daum aufgebaut werden, der gerade mit Fenerbahce Istanbul türkischer Meister geworden ist. Die türkischen Medien berichten, dass bereits ein Vorvertrag unterschrieben worden sei.

Auf der Homepage des ungarischen Fußball-Verbandes (MLSZ) bekräftigt Matthäus allerdings seine Absicht, seinen bis 2005 laufenden Vertrag erfüllen zu wollen - im Erfolgsfall mit Option auf die Teilnahme an der WM 2006 in Deutschland. Die Ungarn bestreiten am 6. Juni in Kaiserslautern gegen die DFB-Auswahl ein Jubiläunsspiel zum WM-Finale 1954 in Bern.

Im näheren Umfeld des Ex-Nationalspielers in Budapest wollte man am Freitag zu den Türkei-Gerüchten keine weitere Stellungnahme abgeben. Matthäus habe sich mit Ungarns Nationalteam klare sportliche Ziele gesetzt und einen leistungsgebundenen Vertrag unterschrieben, hieß es. Es gebe derzeit keine konkreten Signale, dass der Franke das finanziell deutlich bessere Angebot aus der Türkei von angeblich 1,5 Millionen Euro netto der sportlichen Herausforderung als Nationalcoach vorziehen werde. Drei Siege und drei Niederlagen lautete die Bilanz der Magyaren seit dem Amtsantritt von Matthäus.

Quelle: ntv.de

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