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Dopingfall Vriesde Mit Koffein vollgepumpt

Ein Dopingfall überschattet die 14. Panamerikanischen Spiele in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik: Die frühere Vizeweltmeisterin Letitia Vriesde aus Surinam wurde nach ihrem 800-m-Sieg positiv auf Koffein getestet.

Daraufhin wurde der 38-Jährigen die gewonnene Goldmedaille sofort aberkannt. Diese erhält nun die zweitplazierte Kubanerin Adriana Monez. Zusätzlich droht Vriesde eine Sperre von bis zu zwei Jahren. Die 800-m-Siegerin ist damit der erste Dopingfall der diesjährigen Panamerikanischen Spiele. Dementsprechend enttäuscht reagierte der Veranstalter: "Das macht mich sehr traurig", erklärte der Präsident der Panamerikanischen Sport-Organisation Odepa, Mario Vasquez Rana, auf einer Pressekonferenz.

Soviel Koffein wie nach fünf Gallonen Kaffee

Bei Vriesde wurde ein extrem hoher Koffeinwert festgestellt worden: "Sie hätte fünf Gallonen Kaffee trinken müssen, um den Koffein-Level zu erreichen, der bei ihr festgestellt worden ist", so Mario Vasquez Rana. Nach Angaben des Mexikaners hat die Athletin den Koffein-Missbrauch bereits eingeräumt.

Letitia Vriesde, die in den Niederlanden lebt, ist die erfolgreichste Leichtathletin Surinams. Die 38-Jährige hatte 1995 bei der WM in Göteborg Silber und sechs Jahre später in Edmonton Bronze über 800 m gewonnen. Vriesde wollte 2004 in Athen ihre Karriere beenden. Rana verwies darauf, dass der Internationale Leichtathletik-Verband IAAF nun über weitere Sanktionen entscheiden muss.

Weitere Dopingfälle befürchtet

Vasquez Rana unterstrich, dass dies der bisher einzige Dopingfall bei den Panamerikanischen Spielen sei, bei denen in der ersten Woche 300 Kontrollen durchgeführt worden seien. Zugleich äußerte er die Befürchtung, dass ein weiterer Fall kommen könnte. "Normalerweise liegen Testergebnisse innerhalb von 24 Stunden vor", sagte der Mexikaner. Aber "gestern kamen keine zurück. Das ist meist ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt."

USA an der Spitze

Unterdessen bauten die USA ihren Vorsprung an der Spitze des Medaillenspiegels auf. Nach 13 Siegen allein am Sonntag hat das US-Team 63 Goldmedaillen auf dem Konto, 12 mehr als Erzrivale Kuba, der lediglich zu 5 Erfolgen kam. Abgeschlagen folgen auf den Plätzen 3 und 4 Brasilien (16) sowie Kanada und Mexiko (je 15).

Quelle: n-tv.de