Sport

Stasi beim Biathlon Neue Überprüfung

Den deutschen Biathlon-Funktionären steht eine neue Stasi-Überprüfung ins Haus. Dies kündigte am Montag das Organisationskomitee der WM in Oberhof an. Im Mittelpunkt des Interesses steht der als Wettkampfleiter vorgesehene Karl-Heinz Wolf. Er soll während seiner Zeit als Cheftrainer des Armeesportklubs Oberhof die Stasi unter dem Decknamen "IM Ernst" mit Dossiers über seine Schützlinge versorgt haben.

Der ehemalige Volksarmee-Major war wegen der Spitzeltätigkeit nach der Wende aus der Bundeswehr entlassen worden, ist aber seit Jahren als Kampfrichter für die Internationale Biathlon-Union tätig. Bisher stellen sich die WM-Organisatoren hinter Wolf. Er stehe bei den Titelkämpfen nur in der dritten Reihe und bei einer früheren Anstellung sei nichts Belastendes festgestellt worden.

Auch Thüringens Ministerpräsident Althaus hat sich in die Diskussion eingemischt und eine Aufklärung der Vorwürfe gefordert. „Es wäre nicht nur für den Ruf des Thüringer Wintersports, sondern des ganzen Landes schädlich, wenn unsere Gäste den Eindruck haben müssten, in Oberhof sehe man über Stasi-Belastungen hinweg.“ Die WM wird vom 6. bis 15.Februar ausgetragen.

Quelle: ntv.de