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Sport
Dienstag, 06. März 2001

Fußball: Neues Transfersystem beschlossene Sache

Das neue Transfersystem im europäischen Fußball ist seit Montagabend beschlossene Sache. Hierauf einigten sich in Brüssel die EU-Kommission, Vertreter des Welt-Verbandes Fifa und der Europäischen Fußball-Union (Uefa). FIFA-Präsident Sepp Blatter kündigte einen weitreichenden Kompromiss an, der feste Wechselfristen während des Jahres, Klauseln zum Schutz kleinerer Vereine beim Transfer ihrer Spieler zu reichen Klubs, Sanktionen bei Vertragsbrüchen sowie die Einrichtung eines Schiedsgerichtes zur Schlichtung von Streitfällen beinhaltet.

So sind Spieler bis zum Alter von 28 Jahren verpflichtet, ihre Verträge mindestens drei Jahre einzuhalten. Spieler älter als 28 Jahre mindestens zwei Jahre. Einseitige Kündigungen können Geldbußen oder sportliche Sanktionen wie Sperren zur Folge haben. Für Spieler unter 23 Jahren wird im Fall des Wechsels eine Trainingsentschädigung des ausbildenden Klubs fällig.

"Wir sind hoffnungsfroh, dass ein Deal zustande kommt", hatte EU-Kommissionssprecherin Amelia Torres vor dem erneuten EU-Gipfeltreffen erklärt. Am Montagnachmittag traten die Verhandlungsführer zusammen. Die Fifa war durch Blatter vertreten, die Uefa durch ihren Chef Lennart Johansson. Die EU wurde repräsentiert durch die drei Kommissare Mario Monti (Wettbewerb), Viviane Reding (Sport) und Anna Diamantopoulou (Soziales).

Hinter allen Beteiligten liegen fünf Monate kontroverser und zum Teil verworrener Verhandlungen. Am Ende waren vor allem zwei Problemfelder noch nicht gelöst: Die Ausgleichszahlungen für die Ausbildung jugendlicher Spieler und die Art der Bestrafung für Profis, die einseitig ihren Vertrag aufkündigen. Seit dem 14. Februar, dem letzten Gipfel-Treffen der Fußball-Führer Blatter und Johansson mit der EU-Kommission ebenfalls in Brüssel, hatte es diverse Annäherungsgespräche gegeben.

Uefa-Generaldirektor Gerhard Aigner hatte zuletzt einen Brief an Schwedens Ministerpräsident Göran Persson geschrieben, um ihn in dessen Eigenschaft als EU-Ratspräsident um Unterstützung bei der Umsetzung der neuen Transferregelungen zu bitten. Dabei wies er auch auf die Bedeutung des Jugend-Fußballs in der europäischen Gesellschaft hin. Dies sei seiner Meinung nach bislang nicht entsprechend von der EU-Kommission anerkannt worden.

Quelle: n-tv.de

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