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Eishockey / DEL Nürnberger Niederlage

Die Eisbären Berlin und die Kölner Haie haben am 37. Spieltag die Spitzenspiele der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gewonnen. Vizemeister Berlin bezwang Spitzenreiter Nürnberg Ice Tigers 4:3 (0:0, 2:2, 2:1) und verbesserte sich mit 69 Punkten auf Rang drei. Köln (71) nutzte die Chance, und rückte durch das 4:1 (1: 1, 2:0, 1:0) gegen den bisherigen Vierten ERC Ingolstadt (67) bis auf zwei Zähler an Nürnberg heran. Meister Frankfurt Lions (67) ist derzeit beim European Champions Cup (ECC) im russischen St. Petersburg im Einsatz und hat am Samstag die Chance, nach dem 3:4 zum Auftakt gegen den tschechischen Champion Hame Zlin mit einem Sieg mit mindestens zwei Toren Differenz gegen den finnischen Titelträger Ouloun Kärpät das Finale zu erreichen.

In der DEL wahrte unterdessen Aufsteiger EHC Wolfsburg (48) seine Chancen auf einen Playoff-Platz. Nach zuvor drei Niederlagen in Folge kamen die Niedersachsen zu einem überraschenden 2:1 (1:0, 0:0, 1:1) bei DEL-Rekordmeister Adler Mannheim, der zudem Torhüter Cristobal Huet (Meniskusquetschung) und Nationalspieler Sascha Goc (Adduktoren) wegen Verletzung verlor.

Rückschläge im Kampf um einen der ersten acht Plätze mussten die DEG Metro Stars (46) und die Iserlohn Roosters (43) hinnehmen. Düsseldorf verlor fünf Tage nach dem 3:0 im Derby gegen Köln gegen die zuvor vier Mal in Folge bezwungenen Augsburger Panther (48) 4:5 (1:1, 1:2, 2:1, 0:1) nach Penaltyschießen. Iserlohn unterlag ebenfalls im Penaltyschießen 2:3 (0:0, 2:2, 0:0, 0:1) gegen die Hannover Scorpions (34) und muss sich weiter nach unten orientieren. Schlusslicht Hannover zog nach Punkten mit den spielfreien Kassel Huskies gleich, die Hessen haben aber zwei Spiele weniger absolviert.

Rang acht inne hat weiterhin Ex-Meister Krefeld Pinguine (52), der jedoch beim 1:2 (0:1, 1:0, 0:1) gegen die Hamburg Freezers (59) die erste Niederlage nach zuvor drei Erfolgen in Serie hinnehmen musste. Hamburg gelang dagegen ein wichtiger Schritt zur Teilnahme an den Playoffs.

Die 5.000 Besucher im ausverkauften Berliner Wellblechpalast mussten bis zur 23. Minute warten, ehe Erik Cole der erste Treffer gelang. Micki Du Pont (38.), Florian Keller (47.) und Derrick Walser (50.) mit dem Siegtor erzielten die weiteren Treffer für Berlin, für die Franken waren Brad Tapper (28.), Yan Stastny (38.) und Mike Green (49.) erfolgreich. Der russische Schiedsrichter Wjatscheslaw Bulanow hatte einiges zu tun, zeigte aber eine solide Leistung.

Vor 10.954 Zuschauern in der Kölnarena waren die Gäste aus Ingolstadt durch Christoph Melischko (8.) in Führung gegangen. Danach hatte Köln die Partie sicher im Griff: Jean-Yves Roy (8.), Dan Bjornlie (24.), Stephane Julien (31.) und Sebastian Furcher (55.) schossen den fünften Heimsieg in Serie heraus. Bei Ingolstadt enttäuschte vor allem Nationalstürmer Marco Sturm.

Quelle: ntv.de