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Großer Spieler-Streik Perus Stadien verbarrikadiert

Die Fußball-Nationalmannschaft Perus und Kapitän Claudio Pizarro vom deutschen Rekordmeister Bayern München haben sich einen Tag vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Brasilien hinter die Streikmaßnahmen der peruanischen Profis gestellt und damit den Druck auf den Landesverband erhöht. Grund des Streiks sind nicht gezahlte Gehälter.

"Wir haben in Peru zahlreiche hochdotierte Klubdirektoren, um die Rechte der Spieler kümmert man sich aber nicht", hieß es in einer in Lima verbreiteten offiziellen Erklärung. Streikende Profis hatten zuletzt ein Stadion verbarrikadiert und damit die Austragung eines Erstligapspiels verhindert. Die Begegnung zwischen Atletico Universidad und Titelverteidiger Sporting Cristal war eine von drei betroffenen Partien, die nicht ausgetragen wurden.

Die Klubs von Atletico und Sporting Cristal wollten allerdings kurzerhand Jugendteams anstelle der ersten Mannschaft antreten lassen. Die Profis waren aber schneller, schlossen alle Eingangstore von innen ab und verhinderten damit das Betreten des Stadions. Auch die Polizei fand keinen Einlass.

"Wir hoffen, dass sich auch die jungen Spieler dem Streik anschließen. Es geht um ihre Zukunft in den Vereinen. Auch sie sollen erst dann wieder spielen, wenn unsere Forderungen erfüllt sind", hieß es in der Erklärung weiter. Die zwölf Erstliga-Klubs schulden ihren Spielern insgesamt Gehälter in Höhe von umgerechnet rund 650.000 Euro.

Quelle: n-tv.de