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Ziel: "Erniedrigung des Landes" Putin wittert Olympia-Verschwörung der USA

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Russlands Präsident Wladimir Putin wäre über einen Olympia-Ausschluss seines Landes not amused.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Hinter den Kulissen arbeiten die USA am Ausschluss Russlands von den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, behauptet Präsident Wladimir Putin. Deshalb erhöht er seinerseits den Druck auf das IOC und orakelt über einen "ernsthaften Schaden".

Wladimir Putin stellt die USA mit einer Verschwörungstheorie an den Pranger, Kanada fordert provisorische Sperren gegen russische Athleten: 112 Tage vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang wird das sportpolitische Klima immer frostiger. Putin beschuldigte die USA, das Internationale Olympische Komitee (IOC) bezüglich einer Verbannung Russlands von den Winterspielen indirekt unter Druck zu setzen.

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Putin und IOC-Boss Thomas Bach sind ziemlich gute Freunde.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

"Wir haben kein Problem mit dem IOC. Da sind sehr anständige Menschen, Geschäftsleute, aber sie sind von Werbekunden abhängig, TV-Kanälen und so weiter", sagte Putin bei einer Konferenz in der Olympiastadt Sotschi: "Diese Sponsoren wiederum erhalten eindeutige Signale von bestimmten amerikanischen Behörden. Wir nehmen das nicht nur an, wir wissen das." Um welche Behörden es sich handeln soll, sagte er nicht.

Der TV-Riese NBC hat 2014 für die Spiele von 2022 bis 2032 mit dem IOC einen Rekordvertrag über 7,65 Milliarden Dollar (5,5 Milliarden Euro) abgeschlossen. Zahlreiche Top-Sponsoren des IOC kommen aus den USA.

Putin wiederum erhöhte den Druck auf das IOC. Wenn russische Athleten gesperrt oder aber dazu gezwungen würden, bei den Spielen in Pyeongchang unter neutraler Flagge zu starten, würde dies "eine Erniedrigung des Landes" bedeuten und der Olympischen Bewegung "ernsthaften Schaden" zufügen. Mit dieser Aussage scheint fraglich, ob Putin seine Sportler überhaupt unter neutraler Flagge in Südkorea starten lassen würde.

Kanada macht Druck

IOC-Präsident Thomas Bach hatte am Donnerstag in einem offenen Brief um Verständnis für die Verzögerungen bei der Aufarbeitung des Dopingskandals geworben und mögliche Maßnahmen gegen Russland bis zum Jahresende in Aussicht gestellt. Sollte er sich erhofft haben, dadurch die Wogen zu glätten, hat sich der deutsche Wirtschaftsanwalt getäuscht. Denn auch Kanada sorgte für weitere sportpolitische Unruhe.

Der USA-Nachbar forderte als erstes Land im Zuge des Dopingskandals provisorische Suspendierungen von russischen Athleten. Sollten die Untersuchungsergebnisse der beiden vom IOC eingesetzten Kommissionen nicht in Kürze vorliegen, müssten "Maßnahmen, einschließlich Suspendierungen, ergriffen werden, um die Integrität der Olympischen Winterspiele zu wahren", sagte Tricia Smith, Präsidentin des Kanadischen Olympischen Komitees COC.

Quelle: n-tv.de, Jörg Mebus, sid

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