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"The Games will go on" Rogge ruft zum Frieden auf

Mit einem "Aufruf zum Frieden" für die Winterspiele von Salt Lake City (8. bis 24. Februar 2002) hat der Belgier Jacques Rogge 66 Tage nach seiner Wahl zum IOC-Präsidenten unterstrichen, dass sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) auch unter seiner Führung das Gesetz des Handelns nicht aus der Hand nehmen lassen will.

"The Games will go on - die Spiele gehen weiter", sagte der 59-Jährige zum Abschluss der ersten Exekutivtagung seiner Amtszeit in Lausanne. Er werde einen Friedensappell an alle Staaten richten: "Ich bin mir allerdings darüber im klaren, dass er im Kampf gegen den Terror nur schwer durchsetzbar sein wird."

Das IOC-Führungsgremium stattete Rogge eine Woche nach den Anschlägen von New York und Washington mit allen Vollmachten aus, um auf unvorhergesehene Entwicklungen reagieren zu können. Die Verantwortung für eine Absage werde er nie allein tragen, betonte der neue IOC-Chef.

Indes haben die US-Regierung und das Organisationskomitee das IOC überzeugt, dass alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen sind. Das geplante Athletendorf werde der sicherste Platz auf der Welt sein.

Der Blick Rogges geht bereits über die Winterspiele hinaus. Der Nachfolger des Spaniers Juan Antonio Samaranch kündigte für November 2002 einen zweiten IOC-Reformkongress in Mexiko an, auf dem alle Änderungen vom Dezember 1999 auf den Prüfstand kommen sollen - einschließlich des Reiseverbotes in Kandidatenstädte für Olympische Spiele.

Der Belgier nannte als Ziel seiner Präsidentschaft "ein IOC mit mehr Offenheit, Demokratie und Berechenbarkeit". Er bekräftigte, weiter ehrenamtlich arbeiten zu wollen, und betonte, dass sich kein IOC-Mitglied durch seine Tätigkeit im Sport bereichern, allerdings auch nicht dadurch ärmer werden soll.

Quelle: n-tv.de