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Renn-Comeback am Sachsenring Rossi verpasst das Podium

Superstar Valentino Rossi sorgt beim Großen Preis von Deutschland wie immer für beste Unterhaltung. Sechs Wochen nach seinem Sturz von Mugello kämpft Rossi in der Königsklasse verbissen – am Ende reicht es aber "nur" für einen vierten Platz.

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Kurz vor dem Ziel musste "Doctor" Rossi den Australier Casey Stoner im Kampf um Rang drei passieren lassen.

(Foto: dpa)

Der neunmalige Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi hat sich beim Großen Preis von Deutschland eindrucksvoll zurückgemeldet. Der von den Folgen eines schweren Trainingssturzes gehandicapte MotoGP-Weltmeister aus Italien wurde bei seinem Comeback am Sachsenring nach einer starken Vorstellung Vierter.

Der 31-jährige Rossi lieferte sich mit Casey Stoner (Ducati) ein erbittertes Duell um den dritten Platz, den der Australier erst kurz vor dem Ziel mit einem erfolgreichen Überholmanöver für sich entschied.

Im Kampf um den WM-Titel, den Superstar Rossi trotz vier Rennen Zwangspause noch nicht abgeschrieben hat, wurde der Rückstand zur Spitze allerdings größer. Rossis Yamaha-Teamkollege Jorge Lorenzo, der die drei Rennen vor dem Deutschland-GP allesamt für sich entschieden hatte, kam hinter seinem spanischen Landsmann Dani Pedrosa (Honda) auf den zweiten Platz. Lorenzo führt das Klassement mit 185 Punkten vor Pedrosa (133) an, Rossi hat 74 Zähler auf dem Konto.

Das Rennen der Königsklasse musste in der neunten Runde unterbrochen werden, nachdem der Franzose Randy de Puniet (Honda) und die beiden Spanier Alvaro Bautista (Suzuki) und Aleix Espargaro (Ducati) gestürzt waren. Die drei Piloten konnten nicht weiterfahren. Deutsche Fahrer waren in der MotoGP nicht am Start.

Cortese auf dem Treppchen

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Sandro Cortese darf stolz sein.

(Foto: dpa)

Für das Highlight aus deutscher Sicht sorgte Sandro Cortese. Der 20-Jährige aus Berkheim fuhr bei den 125ern als Dritter über den Zielstrich, reckte die Faust in die Höhe und umkurvte den Sachsenring mit der Deutschland-Fahne. "Es ist ein fantastisches Gefühl, wieder auf dem Podium zu stehen. Wir hatten ein großartiges Wochenende", sagte der Derbi-Pilot nach dem besten Ergebnis der laufenden Saison.

Marcel Schrötter (Vilgertshofen/Honda) und Jonas Folger (Schwindegg/Aprilia) verzockten sich bei der Entscheidung für Regenreifen und landeten nach ihrer Doppelführung bis zur fünften Runde nur auf den Plätzen 14 und 16. Wildcard-Starter Daniel Kartheininger (Boos) fuhr überraschend auf den zehnten Platz.

Bradl wurde in der Moto2-Klasse Neunter, konnte nach dem vermiedenen Abflug mit der Platzierung aber gut leben. "Top 10 war mein Ziel. Ich habe riskiert, riskiert, riskiert, konnte das Tempo aber nicht mehr mitgehen", so Bradl.

Eine Enttäuschung erlebte beim Heimrennen dagegen Arne Tode. Der Lokalmatador aus Glauchau, der im Qualifying mit dem zweiten Platz überrascht hatte, musste sich nach einem Sturz mit Rang 27 zufrieden geben und war nach der verpassten Chance bedient. "Ich bin tierisch enttäuscht. Was soll ich sagen? Scheiße! Mein Problem waren die letzten beiden Kurven, da wurde ich häufig überholt", sagte der WM-Neuling.

Quelle: ntv.de, sid

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