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"Mache es nur als Chefcoach" Schäfer will nicht beraten

Winfried Schäfer hat noch einmal beteuert, dass er Neuling Togo bei der Fußball-WM nur in der Funktion als Cheftrainer helfen wird. "Ich mache es nur, wenn ich bei allen drei Vorrundenspielen der Cheftrainer bin - und wenn der Streit um die Prämien geregelt ist", sagte der ehemalige Bundesliga-Coach und -Profi am Montag dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Schäfer widersprach damit Meldungen, wonach er als persönlicher Berater von Verbandspräsident Rock Gnassingbe tätig sein soll und in dieser Rolle gemeinsam mit dem am Samstag zum Cheftrainer beförderten bisherigen zweiten Assistenzcoach Kodjovi Mawuena die taktische Ausrichtung der Mannschaft vorgeben soll. "Das hatten wir mal angedacht, aber wieder verworfen. Ich mache es nur ganz oder gar nicht", sagte der 57-Jährige.

Trotz der teils chaotischen Zustände bei den Afrikanern und dem Abbruch der vierstündigen Marathon-Verhandlung am Sonntag steht Schäfer noch immer als Helfer bereit. "Ich würde es noch immer machen, vor allem um den Spielern zu helfen. Und natürlich wäre eine WM-Teilnahme in Deutschland für mich auch eine hervorragende Sache", sagte Schäfer, der vor vier Jahren mit Kamerun bei der Endrunde in Südkorea und Japan in der Vorrunde unter anderem an Deutschland gescheitert war.

Der Verband plant zumindest zum Auftakt am Dienstag (15.00 Uhr) in Frankfurt/Main gegen den WM-Vierten Südkorea aber offenbar mit Mawuena als Chefcoach. "Wir haben einen Trainer, und der heißt zurzeit Mawuena. Winfried Schäfer ist herzlich eingeladen, unser Spiel am Dienstag als Gast zu verfolgen", sagte Verbandssprecher Messan Attolou.

Zudem sieht Attolou Spieler und Verband im Prämienstreit "auf dem richtigen Weg". Die Spieler fordern angeblich 150.000 Euro Antrittsprämie pro Kopf sowie weitere 30.000 Euro pro Sieg. Der Verband will aber offenbar nur 30.000 Euro Antrittsprämie zahlen. Neben Südkorea trifft Togo in der Gruppe G auf die Schweiz und Ex-Weltmeister Frankreich.

Quelle: ntv.de