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"Abbedagge" wechselt zu US-Team Schalke winkt Millionenablöse für E-Sportler

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Felix Braun war 2018 zu den Königsblauen gewechselt.

(Foto: Riot Games)

Im Gegensatz zum Bundesliga-Team ist die E-Sport-Abteilung bei Schalke 04 deutlich erfolgreicher. So erfolgreich, dass mit Felix Braun einer der besten LoL-Spieler die Königsblauen für eine hohe Ablösesumme verlässt. Von dem Deal profitieren alle Seiten.

Während die Fußballer des FC Schalke 04 in Richtung Zweitklassigkeit taumeln, muss nun auch die E-Sport-Abteilung der Königsblauen einen kleinen Dämpfer hinnehmen - der allerdings entsprechend vergütet wird. Der League-of-Legends-Spieler Felix Braun alias "Abbedagge" wechselt mit sofortiger Wirkung zum US-Team 100 Thieves. Schalke solle dafür laut Berichten der "Bild"-Zeitung eine Ablöse von bis zu einer Million Euro erhalten.

Der Vertrag des 21-jährigen Braun wäre im Sommer ausgelaufen. Bei seinem neuen Klub soll der Deutsche zudem ein Rekord-Jahressalär von 600.000 Euro erhalten. Leiter der Schalker E-Sport-Abteilung, Tim Reichert, bezeichnete den Wechsel als einmalige Gelegenheit für Braun, der Zugleich die Philosophie des gesamten Vereins widerspiegele. Schalke habe in der Vergangenheit immer dafür gestanden, junge Fußballspieler zu fördern, die später zu den besten Spielern der Welt gehörten und hohe Ablösesummen eingebracht hätten. Das sei nun auch im E-Sport-Bereich so geschehen. Als Nachfolger für Braun setzt der Verein auf eine interne Lösung. Der 18-jährige Franzose Ilias Bizriken soll den Platz von Braun einnehmen.

Im Gegensatz zur Bundesliga-Abteilung läuft der virtuelle Sport bei Schalke ganz erfolgreich. Nicht etwa Fußballsimulation FIFA, sondern das Team um das weltweit beliebte Strategiespiel "League of Legends" (LoL) bildet das Herzstück. Das internationale Quintett fährt auf nationaler Ebene regelmäßig Turniersiege ein und nimmt zusammen mit neun anderen Teams an der "League of Legends European Championship" (LEC) teil. Das Turnier stellt mit mehreren Hunderttausend Live-Zuschauern auf Youtube und Twitch quasi die Champions League in LoL dar und bindet Großsponsoren wie Coca-Cola oder American Express.

Die Teilnahme verläuft wie in den großen, finanzstarken US-Profiligen über Franchising. Die Lizenz zur Teilnahme muss erworben werden. Und das ist kein billiges Vergnügen. Zum Einstieg 2018 zahlte Schalke acht Millionen Euro, die gewachsene Reichweite der LEC macht die Lizenz heute aber deutlich teurer. "Die Lizenz ist sicherlich deutlich wertvoller als wir ursprünglich investiert haben. Wie viel genau ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch lediglich Spekulation. Das werden die anstehenden Verhandlungen zeigen", erklärte Reichert im Februar ntv.de. Um die Lizenz könnte es entsprechend ein Wettbieten geben. Die französische Zeitung "L'Equipe" schätzt den Wert auf 20 Millionen Euro. Im Juni soll eine Entscheidung über den möglichen Verkauf fallen.

Quelle: ntv.de, mba

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