Sport

Wahl zum IOC-Vorsitz Schlechter Sportsmann - Kim kartet nach

Der gescheiterte IOC-Präsidentschaftskandidat Un Yong Kim aus Südkorea hat dem ausgeschiedenen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Juan Antonio Samaranch, die Hauptschuld für seine Niederlage bei der Wahl zum neuen IOC-Chef zugewiesen.

Nach Berichten südkoreanischer Medien warf der 70-Jährige dem Spanier „organisierte Opposition“ gegen seine Kandidatur vor. Zudem hätten gegnerische Kräfte vor der Wahl „versucht, weitere Schwachstellen bei mir zu finden“, zitierte die auflagenstärkste Tageszeitung „Chosun Ilbo“ Kim.

Nach Ansicht Kims wird Samaranch weiterhin seinen Einfluss im IOC geltend machen. Insbesondere werde er den neugewählten IOC- Präsidenten Jacques Rogge hinter den Kulissen kontrollieren wollen, sagte Kim der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap.

Kim war einer von fünf Bewerbern, die sich der IOC-Vollversammlung zur Wahl eines neuen Präsidenten gestellt hatten. Er hat nach vier Jahren auch turnusgemäß seinen Platz in der IOC-Exekutive verloren. Im Zuge des Korruptionsskandals um Salt Lake City war der Südkoreaner „strengstens verwarnt“ worden

Unterdessen hat sich US-Präsident George W. Bush in Washington zur IOC-Entscheidung für Peking als Austragungsort der Spiele 2008 geäußert. „Die chinesische Regierung und ihre Hauptstadt Peking haben jetzt die Chance, der Welt ein modernes Gesicht zu zeigen", ließ Bush durch den Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, auf einer Pressekonferenz mitteilen:

„Die Spiele 2008 und deren Vorbereitung geben uns allen die Gelegenheit, China genauestens zu beobachten."

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema