Sport

Rassismus-Vorwürfe gegen Daum Schwere Zeiten für den Trainer

Christoph Daum, Cheftrainer des türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul, sieht sich Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt. „Er mag keine Afrikaner. Pascal Nouma und Ike Shorunmu hat er niemals gemocht“, sagte Latif Akca, Mitglied des Besiktas-“Aufsichtsrates“ bei einer turbulenten Sitzung in einem Istanbuler Hotel.

Die beiden Afrikaner waren unlängst bei Besiktas ausgeschieden. Die Fußballer, die Daum mitgebracht habe, seien ein „Fiasko“ und nicht einmal für die zweite Liga geeignet, sagte Akca nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu.

Ein Sprecher des Clubs wies die „völlig unnötigen und unhaltbaren Bemerkungen“ zurück. Eigentlich sei Akca eher für seine lustigen Kommentare berühmt. Im Besiktas-“Aufsichtsrat“, der eine alte Tradition, aber keine echten Kontrollfunktionen hat, sitzen vor allem altgediente Vereinsmitglieder. Ein anderes Mitglied äußerte bei der Sitzung die Befürchtung, dass sich Besiktas bald wieder nach einem neuen Trainer umsehen müsse. „Egal ob Daum seinen Kokain-Prozess nun gewinnt oder verliert, in der Türkei wird er nicht bleiben“, behauptete Ferdi Vardarman.

Daum hatte jüngst auf der Internet-Seite von Besiktas bekräftigt, dass er seinen bis Ende der Spielzeit laufenden Vertrag auf alle Fälle erfüllen wolle. Bei der turbulenten Sitzung war es vor allem wegen der Finanzen des Vereins hoch hergegangen. Besiktas-Präsident Serdar Bilgili hatte die Sitzung vorzeitig unter Protest verlassen.

Quelle: ntv.de

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