Sport

Ferrari dementiert Spionage-Verdacht

Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher und sein Ferrari-Team sind möglicherweise Opfer einer gezielten Spionage-Aktion geworden. Das vermutet die Fachzeitung "auto, motor und sport".

Demnach soll eine Gruppe von ehemaligen Ferrari-Ingenieuren Konstruktionsdaten des F 2002 unterschlagen und anderen Formel-1-Teams für eine angeblich zum Teil siebenstellige Summe zum Kauf angeboten haben. Ferrari wies die Vermutungen zurück. „Davon weiß ich nichts. Das ist kompletter Blödsinn“, sagte Ferrari-Pressesprecher Luca Colajanni.

Unter Verdacht steht offenbar ein Techniker, der in kurzen Abständen bei der Scuderia, bei Renault und McLaren gearbeitet hat. In dessen Computer habe man vertrauliche Konstruktionsdaten gefunden, schreibt die „ams“. Um das üblicherweise in Formel-1-Arbeitsverträgen verankerte Berufsverbot bei einem Wechsel zur Konkurrenz zu umgehen, sei eigens in Luxemburg ein Unternehmen gegründet worden, das keine Beziehung zur Königsklasse habe.

Jaguar soll ein Angebot abgelehnt haben. Teamchef Ove Andersson von Toyota, dessen aktuelles Auto optisch dem Vorjahres-Ferrari sehr ähnlich ist, wies Spekulationen zurück, die in Köln beheimateten Japaner könnten zugegriffen haben.

„Toyota Motorsport wurden zu keinem Zeitpunkt geheime Dokumente über den Ferrari F2002 angeboten, weder von ehemaligen Ferrari-Ingenieuren noch von irgendjemand anderem. Toyota Motorsport lehnt grundsätzlich jede Form von Industriespionage ab“, zitiert die Zeitung den Schweden.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema