Sport

IOC-Präsidentschaft Stimmen zur Wahl

Viviane Reding (Luxemburg/EU-Sportkommissarin): „Das ist eine gute Nachricht für den weltweiten Sport und für Europa. Die Wahl symbolisiert den Erfolg der Werte, denen die EU-Kommission verpflichtet ist. Dazu gehören das Fair Play, die Transparenz und die Solidarität. Die Aufgabe, die sich stellt, ist enorm, doch ich habe keinen Zweifel an Rogges Erfolg.“

Thomas Bach (IOC-Vizepräsident): „Jacques Rogge steht für die Integrationsfähigkeit. Er ist ein guter Diplomat und wird das IOC glaubwürdig vertreten. Wir denken in vielem übereinstimmend.“ Marc Hodler (Schweiz/Mitglied des IOC-Exekutivkomitees): „Ich hatte zwei Wunschkandidaten. Der eine wurde gewählt. Ich bin glücklich.“

Roland Baar (Deutsches IOC-Mitglied): „Klasse. Rogge ist ein Präsident, der die Athleten unterstützen wird. Von einem generellen Wechsel zu sprechen, wäre zu früh. Ich habe Rogge gewählt, hätte aber auch Pound wählen können. Die Athleten werden nunmehr Rechte einfordern.“

Joseph Blatter (Schweiz/FIFA-Präsident): „Das ist eine sehr gute Wahl. Rogge wird die Integrationsfigur sein zwischen den Verbänden und den NOKs. Er kennt den Wert des Fußballs, der zusammen mit der Leichtathletik 60 Prozent der Zuschauer-Anteile einbringt.“

Juan Antonio Samaranch (abgelöster IOC-Präsident): „Es ist eine große Freude für mich, einen so glaubwürdigen Nachfolger wie Jacques Rogge zu haben. Er ist jung und kennt den Sport sehr gut. Er hat all die Erfahrung, die notwendig ist, und wird meine Ratschläge niemals brauchen."

Richard „Dick" Pound (unterlegener Kandidat): „Ich hätte lieber als Präsident zu Ihnen gesprochen. Aber das ist nicht der Fall. Ich bin ein wenig überrascht über den großen Vorsprung von Jacques Rogge, aber ich akzeptiere die Entscheidung."

Pal Schmitt (unterlegener Kandidat): „Ich bin zufrieden, dass Jacques Rogge unser neuer Präsident ist. Ich bin bereit, mit ihm zusammenzuarbeiten, und ich bin sicher, dass er die beste Lösung ist, der olympischen Bewegung die Demokratie und Einigkeit zurückzugeben."

Anita Defrantz (unterlegene Kandidatin): „Ich kenne Jacques Rogge seit seinem Einzug ins IOC vor zehn Jahren. Er hat viel für die Organisation der Spiele getan. Er wird nun lernen müssen, das IOC in der Welt zu repräsentieren. "

Jean-Claude Killy (IOC-Mitglied Frankreich): „Jacques Rogge ist eine Respektsperson. Seine Integrität ist bekannt, dies muss er nicht mehr beweisen."

Sergej Bubka (IOC-Mitglied Ukraine): „Jacques Rogge ist kompetent und diskret. Er kennt die olympische Bewegung in seinen Details und hat konkrete Ideen. Er ist intelligent, objektiv und weiß, dass er seine Kräfte für das Wohl des Sports einsetzen muss. Er unterstützt die Politik, die Athleten in die Entscheidungen einzubinden."

Charmaine Crooks (IOC-Mitglied Kanada): „Ich denke, dass es eine gute Wahl ist. Er wird ein guter Präsident sein. Er wird neue Energien einbringen und er ist sehr engagiert im Kampf gegen das Doping."

Francois Namon (NOK-Präsident Belgien): „Es ist eine außergewöhnliche Ehre, dass der achte IOC-Präsident ein Belgier ist. Für unser Land ist es eine tolle Sache, nun schon den zweiten IOC-Chef zu stellen."

Patrick Schamasch (Medizinischer Direktor des IOC): „Jacques Rogge ist eine gute Wahl, weil er mit einer großen Mehrheit gewählt wurde. Er hat klare Visionen und weiß, was er tun muss. Er war niemals in Affären verwickelt. Er wird ein guter Präsident sein und die olympische 1Bewegung in die richtige Richtung führen."

Manfred von Richthofen (DSB-Präsident): „Die Wahl weckt olympische Hoffnungen der besonderen Art, die ich vor allem in einer noch intensiveren Bekämpfung der internationalen Dopingproblematik und auch in einer weiteren Stärkung der Rolle Europas in der weltweiten Sportentwicklung sehe. Durch die langjährigen freundschaftlichen Kontakte zu Jacques Rogge wird die ohnehin schon gute Zusammenarbeit sicher noch effektiver werden."

Dr. Michael Vesper (Sportminister NRW): „Ich bin glücklich, dass Jacques Rogge zum Präsident gewählt wurde. Das gibt die Hoffnung, dass der IOC-Reformprozess weiter vorangetrieben wird. Gleichzeitig ist seine Wahl eine Gewähr dafür, dass die olympischen Ideale wieder im Vordergrund stehen."

Quelle: n-tv.de