Sport
Kamui Kobayashi fährt Traumzeit im Toyota TS050 Hybrid.
Kamui Kobayashi fährt Traumzeit im Toyota TS050 Hybrid.(Foto: AP)
Freitag, 16. Juni 2017

Fabelzeit für Japaner: Toyota startet in Le Mans von der Pole

Mit der Pole-Position bei den 24 Stunden von Le Mans unterstreicht Toyota erneut den Willen nach 30 Jahren endlich dieses Rennen zu gewinnen. Mit einer Fabelzeit fährt der ehemalige Formel-1-Pilot Kamui Kobayashi sein Team auf den ersten Startplatz.

Toyota hat beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans seinen Willen unterstrichen diesmal vor Porsche durchs Ziel zu gehen. Mike Conway, Kamui Kobayashi und Stephane Sarrazin werden am Samstag von der Pole-Position starten. Mit einer schnellsten Runde bescherte Kobayashi im zweiten von drei Qualifyings seinem Team im Toyota TS050 Hybrid #7 die Pole. In 3:14.791 Minuten fuhr der ehemalige Formel-1-Pilot schneller als je zuvor ein Fahrzeug auf dem Circuit de la Sarthe. Für Toyota ist es die dritte Pole-Position nach 1999 und 2014.

Video

Die Jagd nach Bestzeiten wurde in der Nacht jäh unterbrochen, als ein Unfall von Erik Maris im Eurasia-Ligier #33 (Nicolet/Nicolet/Maris) zu einer 50-minütigen Pause führte. Nachdem die Strecke geräumt war, begaben sich die Werks-LMP1 auf Rundenjagt. Die besten Bedingungen fanden Kobayashi und die beiden Porsche mit einer komplett freien Strecke vor. Nach seiner Zauberrunde sagte Kobayaschi: "Meine Runde war sehr gut und das Auto fantastisch zu fahren. Ich freue mich sehr über den neuen Streckenrekord. Aber es ist noch nicht vorbei. Wir sind hier beim 24-Stunden-Rennen, dieser Rekord bedeutet eigentlich noch nichts. Das Rennen dauert 24 Stunden. Erst danach werden wir sehen, wo wir stehen." Porsche startet aus der zweiten Reihe

Video

Weniger Glück hatte der Toyota #8 (Davidson/Buemi/Nakajima). Bereits beim zweiten Training zwang ein Motorschaden den Boliden in die Box. Kazuki Nakajima konnte die Zeit aber im dritten Qualifying aufholen und startet mit einer Zeit von 3:17.128 Minuten nunmehr von Platz zwei. Nicht so gut lief es für Porsche. Die beiden 919 Hybrid teilen sich die Plätze drei und vier in der zweiten Startreihe. Im zweiten Qualifying kam die #1 (Jani/Lotterer/Tandy) auf eine Rundenzeit von 3:17.259 Minuten, das Schwesterfahrzeug #2 (Bernhard/Bamber/Hartley) umfuhr die Strecke in 3:18.067 Minuten. Der Toyota #9 (Lapierre/Kunimoto/Lopez) erwischte keine freie Runde und startet mit einer Zeit von 3:18.625 Minuten von der fünften Position neben dem ByKolles-CLM #4 (Webb/Kraihamer/Bonanomi), der mit 3:24.170 Minuten immer noch schneller war als alle Fahrzeuge der LMP2.

Rundenrekord in der LMP2

Dennoch schlugen sich auch die Prototypen der kleineren LMP2-Serie gut. Im letzten Qualifying stellte Alex Lynn mit 3:25:352 Minuten einen neuen LMP2-Rundenrekord auf. Einmal mehr erwies sich das Oreca-Team als scheinbar unschlagbar. Die ersten 13 Plätze gingen an das französische Chassis. Die weiteren Plätze besetzen Manor #25 (Gonzales/Trummer/Petrow) mit einer Rundenzeit von 3:25:549 Minuten und Witali Petrow und DC Racing #38 (Tung/Laurent/Jarvis), die in 3:25.911 Minuten den Kurs umliefen.

In der GTE Pro schienen Corvette und Ford im Qualifying aus einem langen Tief zu neuer Form aufzusteigen. Am Ende hatte dann wie erwartet Aston Martin die Nase vorn und holte sich die Pole in der GT-Klasse. Darren Turner markierte den neuen GTE-Rekord mit 3:50.837 Minuten im Aston Martin #97 (Turner/Adam/Serra) allerdings erst kurz vor Ende des letzten Trainings. James Calado war es, der eine reine erste Startreihe der Briten verhinderte. Er stellte den AF-Corse-Ferrari #51 (Calado/Pier Guidi/Rugolo) in 3:51.028 Minuten auf die zweite Startposition. Der beste Ford GT startet von Position fünf.

Quelle: n-tv.de