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"Matthäus wäre mein Assistent" Trap dementiert Einigung

Verwirrung um das Engagement von Lothar Matthäus und Giovanni Trapattoni beim österreichischen Fußball-Vizemeister Red Bull Salzburg: Der ehemalige italienische Nationaltrainer Trapattoni bestritt am Samstag in einem Interview mit dem ZDF-Sportstudio, mit den Salzburgern bereits eine Einigung erzielt zu haben.

Zudem dementierte "Trap" die am Freitag veröffentlichte offizielle Verlautbarung des Klubs, dass er Teamchef und Matthäus Trainer werde: "Lothar ist ein guter Freund, doch klar ist auch: Ich wäre der Cheftrainer und Matthäus mein Assistent." Das habe er mit Klub-Boss Dietrich Mateschitz so besprochen.

Von seiner Seite aus sei außerdem noch nichts entschieden, meinte der am 9. Februar beim Bundesligisten VfB Stuttgart entlassene Trapattoni. "Es ehrt mich ja, dass Salzburg sich für mich interessiert, doch so ein Schritt will genau überlegt sein. Dass ich bereits einen Vertrag unterschrieben habe, ist eine Nachricht, die absolut nicht stimmt. Eine Entscheidung von mir wird es frühestens in der nächsten Woche geben", meinte der 67-Jährige.

Der deutsche Rekord-Nationalspieler Matthäus erklärte hingegen, dass die Angelegenheit noch intern besprochen werde: "Da sind wir dabei." Den Kontakt zum Duo Matthäus/Trapattoni hatte Fußball-Lichtgestalt Franz Beckenbauer, Berater in Salzburg, hergestellt.

Trapattoni denkt nicht, dass er im Falle seines Engagements in Salzburg Probleme mit Matthäus bekommen würde. "Lothar war mein Spieler, er kennt meine Erfahrung. Natürlich würde es auch von Lothar abhängen, doch er hat schon signalisiert, dass er gerne mit mir zusammenarbeiten würde", erklärte der ehemalige Meistercoach von Bayern München. 1989 war das Duo mit Inter Mailand italienischer Meister geworden, 1997 mit den Bayern. "Er war einer der besten Trainer, die ich jemals hatte", sagte Matthäus.

Mateschitz hatte die Verpflichtung des prominenten Duos am Freitagmittag als perfekt gemeldet. "Mit dieser einzigartigen Kombination kann etwas wirklich Großes entstehen", sagte der Energie-Drink-Milliardär. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Kombination auch zustande kommt.

Quelle: ntv.de