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Ralfs neuer Kollege Trulli verlässt Renault

In der Formel 1 dreht sich das Fahrerkarussell immer schneller. Nach den bereits feststehenden Wechseln von Ralf Schumacher zu Toyota und Juan Pablo Montoya zu McLaren-Mercedes hat am Sonntag Jarno Trulli seinen Abschied von Renault bekannt gegeben. Der Monaco-Sieger aus Italien soll Teamkollege von Ralf Schumacher werden. "Trulli wäre meine erste Wahl", hat der neue Toyota-Star aus Kerpen bei seiner Stippvisite in Hockenheim gesagt und damit das Kommen des Italieners fast schon bestätigt.

Für Trulli wird der Italiener Giancarlo Fisichella vom Schweizer Sauber-Team zu Renault zurückkehren. "Ich habe noch nichts unterschrieben", sagte der Brasilien-Sieger des Vorjahres jedoch. Williams-BMW hat Mark Webber von Jaguar fest am Haken. Über den neuen Teamkollegen des Australiers im Team von Frank Williams wird im Fahrerlager aber noch heftig spekuliert.

Jordan-Pilot Nick Heidfeld ist genauso ein Kandidat auf den einzigen noch freien Platz in einem Topteam wie der bei McLaren-Mercedes ausgemusterte David Coulthard. Auch die Ex-Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland) und Jacques Villeneuve (Kanada) werden immer wieder als neue Piloten gehandelt.

Jarno Trulli, der sich mit seinem Teamchef Flavio Briatore zerstritten hat, war nach seiner eigenhändig verfassten Presseerklärung, die er vor dem Großen Preis von Deutschland verteilte, erleichtert. "Ich bin glücklich mit dieser Entscheidung und sehr zuversichtlich, da meine Pläne für die Zukunft klar sind", stellte er fest.

Bei den Teams im Mittelfeld der Formel 1 gibt es momentan noch zwei freie Plätze. Bei Sauber wird der Kollege von Felipe Massa (Brasilien) gesucht. DTM-Spitzenfahrer Garry Paffett (Großbritannien) soll in der Auswahl sein. Bei Jaguar ist der Partner von Christian Klien (Österreich) noch nicht fix. Auch bei Jordan-Ford und Minardi wird sich noch etwas ändern. Bei diesen Teams kommt es eher auf die Mitgift als auf die fahrerische Klasse an.

Auch Jordan-Testfahrer Timo Glock aus Wersau macht sich Hoffnungen auf ein festes Engagement. "Mir ist klar, dass ich Geld brauche. Aber es soll möglichst wenig sein", sagte er. Die bei Toyota ausgemusterten Olivier Panis (Frankreich) und Christiano da Matta (Brasilien) suchen genau wie Coulthard in der neuen Saison neue Arbeitgeber. Der Schotte hat allerdings von seinem Chef Ron Dennis schon ein Angebot für "eine Rolle" im McLaren-Mercedes-Team erhalten, falls er keinen Job findet.

Quelle: ntv.de