Sport

EU-Entscheidung Uefa darf CL allein vermarkten

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) darf auch in Zukunft die Champions League überwiegend zentral vermarkten. Das entschied die Wettbewerbs-Kommission der EU in Brüssel. Damit hat die Kommission offiziell eine Sonderrolle des Sports anerkannt. Zu Beginn des Verfahrens war von der Behörde noch verlangt worden, aus kartellrechtlichen Gründen solle jeder Verein seine TV- und Marketing-Rechte individuell vermarkten.

Uefa-Generaldirektor Gerhard Aigner begrüßte die Entscheidung und zeigte sich erleichtert, dass die Uefa weiterhin mit den Einnahmen aus der Champions League Verbände und Vereine, die an diesem Wettbewerb nicht teilnehmen, unterstützen kann: "Wir haben gemeinsam mit der EU-Kommission hart daran gearbeitet, die kommerziellen Rechte an der Champions League auf moderne und ausgewogene Weise zu verkaufen."

Für die jetzt beginnende Periode, die die Spielzeiten bis 2006 umfasst, wurden erstmals verschiedene "Pakete" geschnürt, um die sich in jedem Land verschiedene Sender bewerben konnten. Das Prinzip, die gesamten Champions-League-Rechte exklusiv nur an einen Sender zu vergeben, wurde fallen gelassen. So kann sich jeder Sender das interessanteste Spiel aus einer Runde auswählen, egal, ob es dienstags oder mittwochs stattfindet.

Aigner zeigte sich vor allem darüber erfreut, "dass die Kommission das Prinzip der Solidarität und der Umverteilung der Einnahmen aus der Champions League als vital für den europäischen Fußball anerkannt hat. Die jetzigen Ergebnisse sind gut für den Fußball, die Fans und die Fernsehzuschauer."

Quelle: n-tv.de